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🇨🇳 China Wilde Entdeckungen 2 min

Alter chinesischer Herrscher mit Glocken bestattet, um Kriegsrituale zum Schweigen zu bringen

Ein 2.700 Jahre altes Grab in China hat einen Satz Bronzeglocken freigelegt, die nicht zum Spielen gedacht waren. Sie wurden begraben, um die Kriegsriten der Ahnen zum Schweigen zu bringen. Die Entdeckung wurde auf einem Friedhof...

Ein 2.700 Jahre altes Grab in China hat einen Satz Bronzeglocken freigelegt, die nicht zum Spielen gedacht waren. Sie wurden begraben, um die Kriegsriten der Ahnen zum Schweigen zu bringen.

Die Entdeckung wurde auf einem Friedhof nahe Baoji in der Provinz Shaanxi in Zentralchina gemacht. Archäologen fanden die Glocken im Grab eines Herrschers aus der frühen Frühlings- und Herbstperiode, einer Zeit wechselnder Macht und häufiger Konflikte zwischen chinesischen Staaten.

Glocken entworfen, um Lärm zu stoppen, nicht zu machen

Die fünf Bronzeglocken waren umgedreht platziert und absichtlich beschädigt. Ihre Klöppel waren entfernt worden. Forscher sagen, dies sei eine absichtliche Handlung gewesen, um das Läuten der Glocken zu verhindern. Das Ziel war, die Geister der Vorfahren des Herrschers daran zu hindern, durch Klang herbeigerufen zu werden.

Im alten chinesischen Glauben wurden Bronzeglocken in Ritualen verwendet, um die Geister der Ahnen zu rufen. Indem die Glocken zum Schweigen gebracht wurden, konnten die Lebenden die Kommunikation mit den Toten unterbrechen. Dies war besonders im Kontext des Krieges wichtig. Der Herrscher könnte befürchtet haben, dass die Geister der Ahnen durch die Geräusche der Schlacht gestört würden und Unglück bringen.

Ein Grab, das die Toten von den Lebenden fernhalten sollte

Das Grab selbst war mit Barrieren gestaltet. Eine Mauer trennte die Grabkammer vom Rest des Grabes. Diese physische Barriere, kombiniert mit den zum Schweigen gebrachten Glocken, deutet auf eine bewusste Anstrengung hin, die Toten einzuschließen. Der Herrscher wollte verhindern, dass seine Vorfahren in die Angelegenheiten der Lebenden eingreifen.

Lokale Archäologen und Historiker waren von dem Fund beeindruckt. Er stellt die gängige Ansicht in Frage, dass alle alten chinesischen Bronzeglocken Musikinstrumente waren. Diese Glocken waren Werkzeuge der rituellen Kontrolle, nicht der Musik. Die Menschen in Shaanxi, einer Region reich an Geschichte der Zhou-Dynastie, sehen die Entdeckung als einen seltenen Einblick in die spirituellen Ängste einer Kriegerelite.

Die Glocken und das Grab bieten eine leise, aber kraftvolle Erinnerung. Für diesen alten Herrscher war Stille nicht leer. Sie war eine Waffe gegen die Vergangenheit.

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