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Erster KI-generierter Spielfilm von großem Festival ausgewählt feiert Premiere bei Tribeca

Ein Film über Irans Protestbewegung ist der erste vollständig KI-generierte Spielfilm, der jemals von einem großen internationalen Filmfestival ausgewählt wurde. „Dreams of Violets“, ein 75-minütiges Drama, wird nächste Woche...

Ein Film über Irans Protestbewegung ist der erste vollständig KI-generierte Spielfilm, der jemals von einem großen internationalen Filmfestival ausgewählt wurde. „Dreams of Violets“, ein 75-minütiges Drama, wird nächste Woche beim Tribeca Festival in New York Premiere feiern. Er wurde vom iranisch-britischen Regisseur Ash Koosha von seinem Zuhause in London aus produziert – ohne Schauspieler, ohne Kameras, ohne Sets und ohne Filmcrew.

In drei Monaten für unter 2.000 Euro produziert

Koosha produzierte den gesamten Film mit KI-Werkzeugen in nur drei Monaten. Die Gesamtkosten lagen unter 2.000 Euro. Er sagt, der Film hätte mit herkömmlichen Mitteln nicht gemacht werden können. Da er im Exil lebt und nicht sicher im Iran filmen kann, nutzte er KI, um Ereignisse im Zusammenhang mit dem tödlichen Vorgehen gegen regierungskritische Demonstranten nachzustellen. Der Film basiert auf journalistischen Berichten, Fotografien und Augenzeugenberichten und erkundet Themen wie Erinnerung, Zensur und Widerstand.

Eine Debatte über KI und menschliches Erzählen

Die Entscheidung von Tribeca, einen vollständig KI-generierten Spielfilm zu akzeptieren, hat eine heftige Debatte in der Filmwelt neu entfacht. Es werden Fragen gestellt, ob künstliche Intelligenz zutiefst menschliche Geschichten erzählen kann und ob KI das Filmemachen demokratisiert oder die Zukunft der Branche bedroht. Koosha hat über die Ethik gesprochen, KI zur Darstellung echten Leids und politischer Gewalt einzusetzen.

Was die Menschen vor Ort interessierte

Für die iranische Diaspora und diejenigen, die Irans Protestbewegung verfolgen, stellt der Film eine Möglichkeit dar, eine Geschichte zu erzählen, die vor Ort nicht eingefangen werden konnte. Das Vorgehen gegen regierungskritische Demonstranten im Iran ist weithin dokumentiert, aber Filmemacher im Land sind mit schweren Einschränkungen und Gefahren konfrontiert. Koosha, der in London arbeitet, nutzte KI, um Szenen auf der Grundlage echter Beweise nachzubilden. Exilgemeinschaften vor Ort haben großes Interesse daran gezeigt, wie Technologie unterdrückte Erzählungen bewahren und teilen kann.

Die Auswahl von „Dreams of Violets“ bei Tribeca markiert einen Meilenstein sowohl für das KI-generierte Kino als auch für Geschichten aus Irans Protestbewegung. Ob der Film als Durchbruch oder Bedrohung gesehen wird – er hat bereits verändert, was in der Festivalprogrammierung möglich ist.

Quelle: France 24

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