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Perseverance-Rover filmt, wie die Erde hinter dem Marsmond verschwindet

Von den staubigen Ebenen des Jezero-Kraters auf dem Mars aus richtete der Perseverance-Rover der NASA seine Kamera gen Himmel und beobachtete, wie die Erde hinter Phobos, einem der beiden klumpigen Monde des Roten Planeten...

Von den staubigen Ebenen des Jezero-Kraters auf dem Mars aus richtete der Perseverance-Rover der NASA seine Kamera gen Himmel und beobachtete, wie die Erde hinter Phobos, einem der beiden klumpigen Monde des Roten Planeten, verschwand. Der Durchgang, aufgezeichnet am 18. Februar 2026, markiert das erste Mal, dass der Rover seinen Heimatplaneten hinter einem Marsmond verschwinden sah. Die Sequenz zeigt die Erde als winzigen hellen Punkt, der zu nichts schrumpft, als Phobos, ein 27 Kilometer breiter Felsen, über die Sonnenscheibe gleitet.

Ein winziger Punkt, ein großer Moment

Die Bilder wurden mit Perseverances Mastcam-Z-Kamera aufgenommen, einem Paar zoombarer Wissenschaftskameras, die am Mast des Rovers montiert sind. In etwa 30 Sekunden machte die Kamera 13 Aufnahmen, als Phobos vor der Sonne vorbeizog. In den letzten Bildern ist die Erde verschwunden, verborgen hinter der unregelmäßigen, kraterübersäten Silhouette des Mondes. Das Rover-Team am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien verarbeitete die Bilder zu einem kurzen Video, das auch einen Sonnenfleck zeigt, der ins Blickfeld rotiert.

Warum dieser Durchgang für diejenigen wichtig ist, die ihn verfolgen

Für die Wissenschaftler und Ingenieure, die Perseverance betreiben, war dies mehr als ein hübsches Bild. Die Beobachtung, wie Phobos vor der Sonne vorbeizieht, hilft ihnen, ihr Verständnis der Umlaufbahn des Mondes zu verfeinern, die sich im Laufe der Zeit langsam verändert. Phobos spiralisiert langsam in Richtung Mars, und Wissenschaftler sagen voraus, dass er in zig Millionen Jahren auseinanderbrechen oder auf dem Planeten einschlagen wird. Jeder Durchgang liefert ihnen eine präzise Messung, wo Phobos ist und wie schnell er sich bewegt.

Der Rover hat Phobos-Durchgänge bereits zuvor festgehalten, aber dies ist das erste Mal, dass auch die Erde im Bild war. Das Team musste den genauen Zeitpunkt und die Ausrichtung berechnen, um sowohl den Mond als auch den fernen Planeten im selben Bild zu erwischen. Die Mühe zahlte sich aus mit einer Sequenz, die den Betrachtern zeigt, wie klein und zerbrechlich die Erde aus 225 Millionen Kilometern Entfernung aussieht.

Ein Blick aus einer anderen Welt

Perseverance erforscht den Mars seit seiner Landung im Februar 2021, sammelt Gesteinsproben und sucht nach Spuren uralten mikrobiellen Lebens. Seine Kameras haben atemberaubende Panoramen der Marslandschaft zurückgeschickt, aber dieses besondere Bild trägt ein anderes Gewicht. Es zeigt die Erde nicht als leuchtend blaue Murmel, sondern als schwachen Fleck, kaum sichtbar gegen das grelle Licht der Sonne. Der Durchgang dauerte nur wenige Sekunden, aber das Bild wird bleiben.

Das Team des Rovers teilte die Bilder mit der Öffentlichkeit und wies darauf hin, dass das Ereignis nur von Perseverances Standpunkt aus sichtbar war. Kein anderes Raumschiff auf dem Mars nahm dieselbe Sicht auf. Für einen Moment wurde der Rover auf einem anderen Planeten zum einzigen Zeugen des kurzen Verschwindens der Erde, eine stille Erinnerung daran, wie riesig das Sonnensystem ist und wie klein unsere Welt von außen erscheint.

Quelle: NASA

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