Ein Tiger, der einer als Deutschlands ‚Tigerkönigin‘ bekannten Frau gehört, ist in einer Kleinstadt aus seinem Gehege ausgebrochen. Dabei wurde der Tierpfleger verletzt und die Bewohner sind erschüttert.
Die Großkatze entkam in der beschaulichen Gemeinde Kleinmachnow, einer Stadt südwestlich von Berlin. Das Tier gehörte einer lokalen Berühmtheit, die mehrere exotische Tiere hält. Der verletzte Pfleger versuchte, den Tiger zu sichern, als dieser ausbrach. Polizei und Rettungsdienste eilten zum Ort des Geschehens und warnten die Menschen, in ihren Häusern zu bleiben.
Eine ruhige Stadt plötzlich im Lockdown
Kleinmachnow ist nicht der Ort, an dem Anwohner erwarten, einen Tiger durch die Straßen streifen zu sehen. Doch am Tag des Ausbruchs wurde die Stadt zum Zentrum eines Großeinsatzes von Polizei, Tierärzten und Tierpflegern. Die Behörden forderten die Menschen auf, das Gebiet zu meiden und in ihren Häusern zu bleiben. Der Tiger wurde schließlich eingefangen, allerdings nicht bevor der Pfleger Verletzungen erlitt, die medizinisch behandelt werden mussten.
Wer ist die ‚Tigerkönigin‘ und warum hält sie Großkatzen?
Der Tiger gehörte einer Frau, die in Deutschland den Spitznamen ‚Tigerkönigin‘ trägt. Sie ist dafür bekannt, mehrere Großkatzen auf ihrem Privatgrundstück zu halten. Der Ausbruch warf Fragen zur Sicherheit auf, solche mächtigen Tiere in einem Wohngebiet zu halten. Anwohner haben in der Vergangenheit bereits Bedenken wegen der Anwesenheit von Großkatzen in ihrer Nachbarschaft geäußert. Der Vorfall hat diese Sorgen erneuert und die Praktiken der Halterin in den Fokus gerückt.
Was dann geschah
Nachdem der Tiger wieder eingefangen war, wurde der verletzte Pfleger ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei bestätigte, dass das Tier zurück in seinem Gehege war und keine weitere Gefahr für die Öffentlichkeit bestand. Die Behörden gaben nicht bekannt, wie der Tiger entkommen konnte oder ob Anklage erhoben wird. Die Stadt Kleinmachnow kehrte zu ihrem üblichen ruhigen Rhythmus zurück, aber die Erinnerung an einen Tiger auf freiem Fuß wird nicht schnell verblassen.
Für die Menschen in Kleinmachnow war der Ausbruch eine deutliche Erinnerung daran, dass selbst in einer friedlichen deutschen Vorstadt die Wildnis ohne Vorwarnung ausbrechen kann.