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Wissenschaftler suchen nach Alternativen zur Klimaanlage

Klimaanlagen allein können Menschen nicht vor extremer Hitze schützen. Wissenschaftler suchen jetzt nach völlig anderen Wegen, Gebäude zu kühlen. Neue Materialien, die Hitze ohne Strom abweisen Forscher in den USA und anderswo...

Klimaanlagen allein können Menschen nicht vor extremer Hitze schützen. Wissenschaftler suchen jetzt nach völlig anderen Wegen, Gebäude zu kühlen.

Neue Materialien, die Hitze ohne Strom abweisen

Forscher in den USA und anderswo entwickeln fortschrittliche Materialien, die ein Gebäude kühlen können, indem sie Sonnenlicht reflektieren und Wärme ins Weltall abstrahlen. Diese sogenannten Strahlungskühlmaterialien benötigen keinen Strom. Sie funktionieren, indem sie Infrarotwärme direkt durch die Atmosphäre und aus dem Planeten hinausschicken. Einige Prototypen wurden bereits auf Dächern und Wänden getestet.

Warum herkömmliche Kühlung nicht ausreicht

Klimaanlagen sind energieintensiv und teuer. Sie pumpen zudem heiße Luft wieder nach draußen, was die Straßen in Städten noch heißer macht. In vielen Teilen der Welt können sich Menschen gar keine Klimaanlage leisten. Da Hitzewellen häufiger und schwerer werden, zeigen sich die Grenzen der aktuellen Kühltechnik immer deutlicher. Wissenschaftler sagen, dass es keine nachhaltige Lösung ist, sich nur auf Klimaanlagen zu verlassen.

Wie die neue Kühltechnologie funktioniert

Die Materialien sind so konzipiert, dass sie das meiste einfallende Sonnenlicht reflektieren und gleichzeitig Wärme bei bestimmten Wellenlängen abgeben, die die Atmosphäre verlassen. Dadurch kann eine Oberfläche kühler bleiben als die Luft um sie herum, selbst in direkter Sonne. Einige Versionen sind dünne Folien, die wie Farbe aufgetragen werden können. Andere sind als Paneele oder Beschichtungen konzipiert. Die Herausforderung besteht darin, sie haltbar, erschwinglich und in feuchten Klimazonen wirksam zu machen, in denen die Atmosphäre mehr Wärme speichert.

Was lokale Gemeinschaften gewinnen können

Für Menschen in heißen Regionen könnte passive Kühlung die Stromrechnungen senken und die Stromnetze entlasten. Sie könnte auch gefährdete Bevölkerungsgruppen schützen, die keinen Zugang zu Klimaanlagen haben. Forscher arbeiten mit Herstellern zusammen, um die Produktion hochzufahren und die Kosten zu senken. Wenn dies gelingt, könnten diese Materialien verändern, wie Häuser, Schulen und Krankenhäuser in warmen Klimazonen auf der ganzen Welt gebaut werden.

Ein Umdenken beim Thema Kühlen

Die Suche nach Alternativen zur Klimaanlage spiegelt eine breitere Erkenntnis wider: Kühlung ist nicht nur eine Frage des Komforts. Es geht um Sicherheit, Gerechtigkeit und Energieverbrauch. Wissenschaftler schlagen nicht vor, Klimaanlagen komplett abzuschaffen. Aber sie zeigen, dass die Zukunft der Kühlung möglicherweise ebenso sehr auf cleveren Materialien wie auf Maschinen beruht.

Quelle: Nature News

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