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🇭🇰 Hongkong Durchbrüche 2 min

Elim Chan aus Hongkong übernimmt Taktstock in San Francisco

Eine in Hongkong geborene Dirigentin hat in den USA eine 113 Jahre alte gläserne Decke durchbrochen. Elim Chan ist nun die erste Frau, die das San Francisco Symphony in seiner gesamten Geschichte leitet. Eine historische...

Eine in Hongkong geborene Dirigentin hat in den USA eine 113 Jahre alte gläserne Decke durchbrochen. Elim Chan ist nun die erste Frau, die das San Francisco Symphony in seiner gesamten Geschichte leitet.

Eine historische Ernennung für ein bedeutendes amerikanisches Orchester

Chan, 38, wird ab der Saison 2030 2031 als nächste Musikdirektorin ans Pult treten. Sie tritt die Nachfolge von Esa Pekka Salonen an, der Anfang des Jahres zurückgetreten ist. Das San Francisco Symphony ist eines der bekanntesten Orchester der USA, und diese Ernennung markiert einen großen Meilenstein für die Geschlechterrepräsentation in der Führung der klassischen Musik.

Von Hongkong auf die Weltbühne

Chan wuchs in Hongkong auf und begann dort ihre musikalische Ausbildung. Sie studierte an der University of Michigan und später am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Ihre Karriere umfasst Dirigate beim Royal Scottish National Orchestra und beim Antwerp Symphony Orchestra in Belgien. Derzeit ist sie Chefdirigentin des Antwerp Symphony Orchestra, eine Rolle, die sie seit 2019 innehat.

Das lokale Publikum in Hongkong hat ihren Aufstieg mit Stolz verfolgt. Sie hat mehrfach das Hong Kong Philharmonic Orchestra dirigiert und bleibt eine sichtbare Figur in der klassischen Musikszene der Stadt. Ihre Ernennung in San Francisco wird als Bestätigung der Ausbildung und des Talents angesehen, das Hongkong hervorbringt.

Der Vorstand des San Francisco Symphony lobte ihre künstlerische Vision und Energie. Chan sagte, sie freue sich darauf, das Erbe des Orchesters weiterzuentwickeln und mit der Gemeinschaft in Kontakt zu treten. Die Ernennung gilt zunächst für eine fünfjährige Amtszeit.

Dies ist nicht nur eine persönliche Leistung für Chan. Es signalisiert einen Wandel in einer Branche, in der Frauen in führenden Dirigentenrollen lange unterrepräsentiert waren. Große amerikanische Orchester haben sich mit der Ernennung von Frauen als Musikdirektoren schwergetan. Chans neue Rolle platziert sie in die kleine, aber wachsende Gruppe weiblicher Dirigenten, die Weltklasseensembles leiten.

Für die Menschen in Hongkong bietet Chans Erfolg einen Punkt des kulturellen Stolzes. Für die Welt der klassischen Musik stellt er einen längst überfälligen Schritt in Richtung Gleichberechtigung am Pult dar.

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