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NASA holt ersten europäischen Astronauten für Mondmission

Zum ersten Mal wird ein europäischer Astronaut im Rahmen des Artemis-Programms der NASA zum Mond fliegen. Die Ankündigung kam von der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation am 10. Juni 2026 in den Vereinigten Staaten. Die...

Zum ersten Mal wird ein europäischer Astronaut im Rahmen des Artemis-Programms der NASA zum Mond fliegen. Die Ankündigung kam von der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation am 10. Juni 2026 in den Vereinigten Staaten. Die Auswahl markiert einen großen Schritt in der internationalen Zusammenarbeit für die Monderkundung.

Ein historischer Platz am Tisch

Der ausgewählte Astronaut wird der Besatzung von Artemis IV beitreten, einer Mission, die derzeit für einen Start frühestens 2028 geplant ist. Dies wird das erste Mal sein, dass ein nicht-amerikanischer Astronaut unter dem Artemis-Banner den niedrigen Erdorbit verlässt. Die Europäische Weltraumorganisation sicherte sich den Platz durch eine Tauschvereinbarung mit der NASA, bei der Hardware und wissenschaftliche Instrumente gegen einen Platz in der Besatzung getauscht wurden.

Wer fliegt und wie wurde ausgewählt

Die Europäische Weltraumorganisation hat den konkreten Astronauten noch nicht benannt. Die Agentur unterhält ein Korps von sieben aktiven Astronauten aus Mitgliedsländern wie Italien, Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Ein Auswahlverfahren läuft, und der endgültige Name wird näher am Starttermin bekannt gegeben. Der Astronaut wird zusammen mit NASA-Besatzungsmitgliedern im Johnson Space Center in Houston, Texas, trainieren.

Warum das für Menschen in ganz Europa wichtig ist

Für europäische Weltraumagenturen und Steuerzahler bedeutet diese Zuweisung eine Rendite auf jahrzehntelange Investitionen in die Weltraumtechnologie. Europäische Unternehmen bauten Schlüsselkomponenten für das Orion-Raumschiff, darunter das Servicemodul, das Antrieb, Energie und Lebenserhaltung liefert. Die Vereinbarung gibt europäischen Wissenschaftlern auch direkten Zugang zu Mondproben und Forschungsmöglichkeiten auf der Mondoberfläche. Bürger in ESA-Mitgliedsstaaten haben das Artemis-Programm genau verfolgt und sehen darin eine Chance für ihren Kontinent, eine direkte Rolle bei der Rückkehr der Menschheit zum Mond zu spielen.

Eine Partnerschaft, in Hardware geschrieben

Das Tauschgeschäft, das diesen Platz ermöglichte, spiegelt eine praktische Realität der modernen Raumfahrt wider. Keine Nation baut mehr alles allein. Europa lieferte das Orion-Servicemodul für mehrere Artemis-Missionen. Im Gegenzug stimmte die NASA zu, einen europäischen Astronauten zu fliegen. Die Regelung ähnelt den Tauschgeschäften, die für Besatzungswechsel auf der Internationalen Raumstation verwendet werden, aber diesmal ist das Ziel der Mond.

Die Artemis-IV-Mission wird an der Lunar Gateway andocken, einer kleinen Raumstation, die für den Orbit um den Mond geplant ist. Von dort werden Astronauten zur Mondoberfläche hinabsteigen. Der europäische Astronaut wird an Oberflächenoperationen teilnehmen, einschließlich der Sammlung von Proben und der Durchführung von Experimenten. Die Mission wird voraussichtlich etwa 30 Tage dauern.

Diese Auswahl ändert nichts an der gesamten Artemis-Zeitleiste oder den Zielen der NASA. Sie signalisiert jedoch, dass der Mond nicht länger die exklusive Domäne amerikanischer und chinesischer Raumfahrtprogramme ist. Europa hat jetzt ein direktes Interesse an dem, was auf der Mondoberfläche passiert.

Quelle: DW News

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