Kurzüberblick: Saudi-Arabien · Wilde Entdeckungen · Neuer Befund · Verifiziert
Quellenpfad: Diese Seite ist eine originale GoshNews-Zusammenfassung auf Basis berichteter Fakten und verlinkter Quellen. Sie ist kein nachveröffentlichter Artikel.

Aus den Knochen der Wüste wird ein Klimatresor

In den sonnenverbrannten Weiten Westsaudi-Arabiens haben Wissenschaftler einen Weg gefunden, die Knochen der Wüste selbst in einen permanenten Tresor für Kohlendioxid zu verwandeln. Forscher haben erfolgreich CO2, gelöst in Wasser, tief in unterirdisches Basaltgestein injiziert, wo es rasch beginnt, sich in Stein zu verwandeln.

Eine geologische Alchemie

Der Feldexperiment, detailliert beschrieben in der Zeitschrift *Nature*, wurde von einem Team der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) durchgeführt. Ihre Methode umfasst das Einfangen von Kohlendioxid, das Lösen in Meerwasser oder Sole und das anschließende Pumpen dieser sprudelnden, sauren Mischung hinab in poröse Basaltformationen. Basalt, ein vulkanisches Gestein reich an Kalzium, Magnesium und Eisen, reagiert stark mit der sauren CO2-Lösung. Dies löst einen natürlichen Mineralisierungsprozess aus, bei dem das Kohlendioxid mit den Elementen des Gesteins reagiert und stabile, feste Karbonatminerale bildet – im Wesentlichen harmlose, kreidige Steine. Der Prozess schließt das Treibhausgas dauerhaft ein und beseitigt das Risiko zukünftiger Lecks, das bei anderen Speichermethoden Anlass zur Sorge gibt.

Dies war kein Laborexperiment. Das Team führte eine reale Injektion an einem Standort in der Hijaz-Region Saudi-Arabiens durch und überwachte die Chemie unter der Oberfläche. Ihre Ergebnisse zeigten, dass die Umwandlung in Karbonatminerale innerhalb von Monaten begann, ein erstaunlich schneller Zeitrahmen in geologischen Maßstäben. Die massiven Basaltfelder der Arabischen Halbinsel, bekannt als Harrat, bieten einen potenziell riesigen und idealen Wirt für diese Art der Speicherung.

Mehr als eine lokale Lösung

Die Bedeutung dieses saudi-arabischen Versuchs reicht weit über die Grenzen der Region hinaus. Während andere Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung oft reines CO2 in erschöpfte Ölfelder oder tiefe salzhaltige Grundwasserleiter pumpen und sich auf Deckschichten verlassen, um es als Gas einzufangen, bietet diese Methode eine sicherere, dauerhafte Lösung, indem sie das Gas in Gestein umwandelt. Sie spricht direkt die „Aus den Augen, aus dem Sinn“-Angst an, die mit der langfristigen Speichersicherheit verbunden ist.

Weltweit sind Basaltformationen häufig anzutreffen, an Orten wie den Dekkan-Trapps in Indien, dem pazifischen Nordwesten der USA und Island – wo ein ähnliches, klein dimensioniertes Projekt ebenfalls vielversprechende Ergebnisse gezeigt hat. Diese Allgegenwart bedeutet, dass die Technik in vielen Teilen der Welt angepasst werden könnte, was die Kohlenstoffspeicherung von einer spekulativen Wette zu einer vorhersehbareren, geologisch fundierten Praxis machen würde. Sie bietet einen potenziellen Weg für Schwerindustrien, selbst an abgelegenen Standorten, Emissionen lokal mit der Geologie unter ihren Füßen zu binden.

(Siehe auch: Deutsches Dorf erzeugt seinen gesamten Strom selbst)

(Siehe auch: Physik löst das Problem der klebenden Flasche)

Ein fester Schritt bei einem gasförmigen Problem

Der Durchbruch ist ein überzeugendes Beispiel dafür, die spezifische Geologie einer Region zur Bewältigung eines globalen Problems zu nutzen. Saudi-Arabien, eine Nation, die auf fossilen Brennstoffen aufgebaut ist, investiert in die Wissenschaft, um ihr Kohlenstoff-Erbe buchstäblich im eigenen Grundgestein zu vergraben. Die Klimaherausforderung der Welt erfordert nicht nur die Reduzierung neuer Emissionen, sondern auch den Umgang mit der gewaltigen Menge an CO2, die bereits in der Luft ist. Dieser saudi-arabische Test beweist, dass eines der ältesten, stabilsten Gesteine der Erde zu einem unserer neuesten Werkzeuge für eine stabile Zukunft werden könnte. Er deutet an, dass einige Lösungen für unsere dringendsten modernen Krisen in Stein gemeißelt unter unseren Füßen liegen.

Warum Gosh das gebracht hat: Wir priorisieren Geschichten, die etwas Eigenständiges, Unterberichtetes oder wirklich Nützliches über das Leben vor Ort zeigen. Saudi-Arabien.
Quelle: Nature News (Saudi-Arabien)