Ein 9,4 Meter langes Raubtier, das einst Dinosaurier in den östlichen USA jagte, wurde als erstes wissenschaftlich genaues montiertes Skelett von Deinosuchus schwimmeri wieder zum Leben erweckt. Die Replik, die im Tellus Science Museum in Georgia installiert wurde, ist das Ergebnis von mehr als 40 Jahren Forschung durch den Paläontologen Dr. David Schwimmer, nach dem die Art benannt wurde. Das massive Reptil, oft als „Terror-Krokodil“ bezeichnet, war mit ziemlicher Sicherheit das Top-Raubtier in seinem Ökosystem.
Ein schulbusgroßes Raubtier kehrt zurück
Deinosuchus schwimmeri lebte vor 83 bis 76 Millionen Jahren in dem Gebiet, das heute die östlichen USA sind. Obwohl es wie ein riesiger Alligator aussah, gehörte es zu einer alten Linie der Krokodile, zu der auch moderne Krokodile, Alligatoren, Kaimane und Gaviale gehören. Das Tier konnte bis zu 9,4 Meter lang werden, etwa die Länge eines Schulbusses. Seine Größe und seine kräftigen Kiefer hätten es ihm ermöglicht, Dinosaurier und andere große Tiere anzugreifen, die in die Nähe des Wassers kamen.
Das neue Skelett wurde vom Tellus Science Museum in Cartersville, Georgia, in Auftrag gegeben, wo es kürzlich installiert wurde. Es dauerte zwei Jahre der Beratung zwischen Schwimmer und Triebold Paleontology Inc., einem Unternehmen, das Fossilmodelle für Museen weltweit herstellt. Die Bildungsdirektorin des Museums, Hannah Eisla, sagte, dass jedes Jahr Tausende von Schülern aus Georgia und den Nachbarstaaten kommen, viele auf Klassenfahrten, um etwas über die Geschichte ihrer Region zu lernen. Die Hinzufügung von Deinosuchus schwimmeri gibt ihnen ein klareres Bild des Ökosystems der Gegend während der Kreidezeit, dem letzten Kapitel des Dinosaurierzeitalters.
Ein einzigartiges Erlebnis für Besucher
Tellus ist derzeit das einzige Museum mit einem Abguss von Deinosuchus schwimmeri, was es zu einer einzigartigen Attraktion macht. Die kuratorische Koordinatorin Rebecca Melsheimer bemerkte, dass die Größe der Kreaturen aus der späten Kreidezeit schwer in Worten oder Bildern zu vermitteln ist. „Wir können Ihnen sagen, dass Deinosuchus 9 Meter lang ist, aber es zu sehen ist viel eindrucksvoller“, sagte sie.
Das Skelett wurde aus detaillierten Fossilscans und jahrzehntelanger Forschung von Schwimmer, einem Geologieprofessor an der Columbus State University und führendem Experten für die riesige nordamerikanische Krokodilgattung, gebaut. Die Rekonstruktion bietet Besuchern eine seltene Gelegenheit, einem Raubtier von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen, das einst die alten Wasserwege der Region beherrschte.
Diese neue Ausstellung zeigt nicht nur ein bemerkenswertes prähistorisches Geschöpf, sondern unterstreicht auch, wie sehr sich die Landschaft und die Tierwelt Nordamerikas über Millionen von Jahren verändert haben. Für die jungen Besucher des Museums macht sie eine ferne Ära zu etwas Greifbarem und Unvergesslichem.