Eine französische Astronautin nannte ihren ersten Flug ins All Epsilon – ein Name, der die Kraft kleiner Beiträge in einem riesigen Vorhaben feiert. Sophie Adenot von der Europäischen Weltraumorganisation startete am 13. Februar 2026 zur Internationalen Raumstation und begann eine geplante neunmonatige Mission.
## Die Crew und die Reise
Adenot flog als Teil von Crew-12, einem vierköpfigen Team, das von Florida, USA, aus mit einem SpaceX-Dragon-Raumschiff startete. Zu ihrer Crew gehörten die NASA-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway sowie der Roskosmos-Kosmonaut Andrei Fedyaev. Ihre Kapsel koppelte am 14. Februar an das Orbital-Labor an, was den offiziellen Beginn von Adenots Langzeitaufenthalt als Teil der Expeditionen 74 und 75 markierte.
## Die Bedeutung von Epsilon
Der Missionsname trägt eine doppelte, in der Wissenschaft verwurzelte Bedeutung. In der Mathematik steht der griechische Buchstabe Epsilon (ε) für eine kleine Größe und spiegelt die Rolle eines einzelnen Astronauten im riesigen Rahmen der bemannten Raumfahrt wider. In der Astronomie bezeichnet Epsilon traditionell den fünfhellsten Stern in einem Sternbild. Für Adenot verkörpert der Name die Idee, dass jeder Beitrag, wie gering er auch erscheinen mag, im kollektiven Bemühen hell leuchtet.
## Wissenschaft und Bedeutung auf der Station
Während ihres Aufenthalts führt Adenot eine Reihe europäischer Experimente durch. Dazu gehören Forschungen dazu, wie sich Körper und Geist an die Schwerelosigkeit anpassen, sowie Tests neuer Technologien wie Augmented Reality und künstlicher Intelligenz für Ultraschalluntersuchungen im All. Ein weiteres Experiment erforscht revolutionäre Ansätze für die Fitness von Astronauten, die entscheidend für die Vorbereitung auf künftige Missionen in den Tiefraum sind. Diese Arbeit stellt den Kern des Beitrags der Epsilon-Mission zum internationalen Wissenschaftsportfolio auf der ISS dar.
Sophie Adenots Mission ist ein Meilenstein für Europa in der bemannten Raumfahrt. Als erste der neueren ESA-Astronautenklasse, bekannt als die Hoppers, die ins All fliegt, fördert ihr neunmonatiger Epsilon-Aufenthalt die europäische wissenschaftliche Forschung und demonstriert die fortwährende internationale Partnerschaft, die den orbitalen Außenposten erhält. Die gewonnenen Daten werden die künftige Erkundung voranbringen, während ihre Präsenz eine neue, zu den Sternen blickende Generation inspiriert.