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Smile Mission soll unsichtbaren Magnetschild der Erde zeigen

Eine Weltraummission namens Smile steht kurz davor, der Menschheit etwas zu zeigen, was noch nie jemand gesehen hat: den Magnetschild der Erde in Aktion, mithilfe von Röntgen- und Ultraviolettblick. Nach mehr als einem Jahrzehnt...

Eine Weltraummission namens Smile steht kurz davor, der Menschheit etwas zu zeigen, was noch nie jemand gesehen hat: den Magnetschild der Erde in Aktion, mithilfe von Röntgen- und Ultraviolettblick. Nach mehr als einem Jahrzehnt Design, Entwicklung und Tests ist das Raumschiff endlich bereit, am 9. April vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana aus zu starten.

Ein Start in 700 km Höhe, dann 11 Triebwerkszündungen über dem Nordpol

Smile wird mit einer Vega-C-Rakete in eine kreisförmige Umlaufbahn 700 Kilometer über der Erdoberfläche gebracht. Das ist erst der Anfang. Nach dem Aussetzen wird das Raumschiff elfmal seine eigenen Triebwerke zünden, immer höher steigen, bis es den Nordpol überfliegt. Von diesem Aussichtspunkt aus wird Smile seine Instrumente auf die Erde richten und beobachten, wie der Planet sich gegen Teilchenströme und Strahlungsausbrüche von der Sonne verteidigt.

Eine gemeinsame Mission von Europa und China

Smile steht für Solar wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Die Mission ist seit über zehn Jahren in Arbeit, mit Wissenschaftlern und Ingenieuren auf beiden Seiten. Die Einheimischen in Französisch-Guayana, wo sich der Startplatz befindet, haben die Raketenvorbereitungen mit Interesse verfolgt, wohl wissend, dass ihr Weltraumbahnhof ein einzigartiges wissenschaftliches Instrument in die Umlaufbahn schickt.

Warum das für das Verständnis des Erdschutzes wichtig ist

Das Erdmagnetfeld wirkt wie ein Schild, der schädliche Sonnenstrahlung und geladene Teilchen ablenkt. Aber bisher konnte kein Raumschiff diesen Schild so beobachten, wie Smile es tun wird. Mit Röntgen- und Ultraviolettaufnahmen wird Smile die unsichtbaren Wechselwirkungen zwischen dem Sonnenwind und der Erdmagnetosphäre einfangen. Das könnte Wissenschaftlern helfen, das Weltraumwetter besser zu verstehen und wie es Satelliten, Kommunikation und Stromnetze am Boden beeinflusst. Der Start am 9. April markiert den Beginn einer neuen Art, unseren Planeten im Sonnensystem zu sehen.

Quelle: ESA Science

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