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🇪🇸 Spanien Nur auf der Erde 2 min

Stier spießt Läufer ins Gesicht beim San Fermin Festival in Spanien

Ein Läufer beim San Fermin Festival in Pamplona wurde direkt ins Gesicht gestoßen, eine Verletzung, die Blut über seinen Kopf strömen ließ, als er von Sanitätern weggetragen wurde. Der Angriff ereignete sich am vierten Morgen des...

Ein Läufer beim San Fermin Festival in Pamplona wurde direkt ins Gesicht gestoßen, eine Verletzung, die Blut über seinen Kopf strömen ließ, als er von Sanitätern weggetragen wurde. Der Angriff ereignete sich am vierten Morgen des weltberühmten Stierlaufs, einer Tradition, die jeden Juli Tausende von Abenteuerlustigen und Zuschauern anzieht.

Ein Horn im Gesicht auf einer vollen Straße

Der Stoß geschah auf einer engen Kopfsteinpflasterstraße, wo sechs Kampfstiere und sechs Leitochsen neben Hunderten von Teilnehmern laufen. Das Opfer, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, wurde niedergetrampelt und dann von einem Stierhorn angehoben, das sein Gesicht durchbohrte. Videoaufnahmen vom Ort zeigten, wie er von Rettungskräften weggebracht wurde, mit einer sichtbaren Wunde an der Wange oder am Kiefer. Er wurde zur Behandlung in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Die Behörden haben weder die Schwere der Verletzung noch seinen aktuellen Zustand bekannt gegeben.

Warum Einheimische diese jahrhundertealte Veranstaltung immer noch schätzen

Das San Fermin Festival, das durch Ernest Hemingways Roman „Fiesta“ von 1926 weltberühmt wurde, ist tief in der Identität Pamplonas verwurzelt. Für Einheimische ist der tägliche Encierro, oder Stierlauf, nicht nur ein Touristenspektakel, sondern ein Test des Mutes und eine Verbindung zu Traditionen, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Jedes Jahr entfacht die Veranstaltung Debatten zwischen denen, die sie als kulturelles Erbe verteidigen, und denen, die sie als grausam und gefährlich bezeichnen. Verletzungen sind häufig. Seit 1910 wurden 16 Menschen beim Stierlauf in Pamplona getötet. Der letzte Todesfall war 2009, als ein 27-jähriger Mann in den Hals, die Lunge und das Herz gestoßen wurde.

Ein Festival, das Adrenalin mit Risiko mischt

Der Lauf dauert nur wenige Minuten, birgt aber hohe Risiken. Die Teilnehmer laufen vor den Stieren auf einer 875 Meter langen Strecke von einem Pferch zur Stierkampfarena. Viele sind Touristen, die die Geschwindigkeit und Kraft der Tiere unterschätzen, die bis zu 700 Kilogramm wiegen können. Die Stiere werden später bei nachmittäglichen Stierkämpfen getötet, eine Praxis, die Tierschutzorganisationen verurteilen. Diesjähriges Festival läuft vom 6. bis 14. Juli, mit einem Stierlauf jeden Morgen um 8 Uhr. Der Stoß ins Gesicht ist eine deutliche Erinnerung daran, dass selbst erfahrene Läufer nicht vor den Hörnern sicher sind.

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