Südkorea verteilt KI-gestützte Begleitpuppen an ältere Bürger, um der Einsamkeit entgegenzuwirken. Die Roboter sind darauf ausgelegt, wie ein Freund zu reden, zuzuhören und zu reagieren.
Sprechende Puppen, die Ihren Namen lernen
Die Puppen nutzen künstliche Intelligenz, um einfache Gespräche zu führen. Sie können Senioren mit Namen begrüßen, nach ihrem Tag fragen und sogar Witze erzählen. Ziel ist es, älteren Menschen jemanden zum Reden zu geben, wenn sie allein sind. Südkorea hat eine der am schnellsten alternden Bevölkerungen der Welt. Viele Senioren leben allein, nachdem ihre Kinder in Städte oder ins Ausland gezogen sind. Die Regierung sucht nach neuen Wegen, um sie aktiv und geistig gesund zu halten.
Ein Pilotprojekt in lokalen Gemeinden
Das Projekt wird in mehreren Städten und Gemeinden in ganz Südkorea getestet. Lokale Beamte verteilen die Puppen an Senioren, die allein leben oder nur begrenzte soziale Kontakte haben. Die Roboter sind klein und leicht, so konzipiert, dass sie auf einem Tisch oder Schoß sitzen. Sie laufen nicht und erledigen keine Aufgaben. Ihre einzige Aufgabe ist es, ein Begleiter zu sein. Erste Rückmeldungen der Teilnehmer sind positiv. Einige Senioren sagen, dass sie es genießen, morgens etwas zu haben, das sie weckt. Andere sagen, die Puppen helfen ihnen, sich weniger vergessen zu fühlen.
Warum dies für eine alternde Nation wichtig ist
Südkorea steht vor einer demografischen Krise. Die Geburtenrate gehört zu den niedrigsten der Welt, und die ältere Bevölkerung wächst schnell. Einsamkeit ist ein ernstes Gesundheitsproblem unter älteren Koreanern. Sie wird mit Depressionen, Herzkrankheiten und frühem Tod in Verbindung gebracht. Die KI-Puppen sind kein Heilmittel, aber sie sind Teil eines breiteren Ansatzes, Technologie zur Unterstützung von Senioren einzusetzen. Das Programm ist noch klein. Es bleibt abzuwarten, ob Roboter menschliche Nähe wirklich ersetzen können. Aber fürs Erste finden viele Senioren in Südkorea Trost in einer Maschine, die ihren Namen sagt.