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Supermassive Schwarze Löcher und die Jagd nach schärferen Weltraumbildern

Ein Doktorand in Deutschland hilft beim Bau von Instrumenten für das größte Teleskop der Welt und erforscht gleichzeitig die geheimnisvollsten Objekte im Universum: supermassive Schwarze Löcher. Sarah Pappert arbeitet am...

Ein Doktorand in Deutschland hilft beim Bau von Instrumenten für das größte Teleskop der Welt und erforscht gleichzeitig die geheimnisvollsten Objekte im Universum: supermassive Schwarze Löcher. Sarah Pappert arbeitet am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München. Ihre Forschung vereint zwei Grenzbereiche: die Physik der Schwarzen Löcher und die Entwicklung neuer Teleskope, die sie klar sehen können.

Ein Teleskop, das die Astronomie neu schreiben wird

Das Extremely Large Telescope (ELT) wird in der Atacama-Wüste in Chile gebaut. Wenn es fertig ist, wird sein Hauptspiegel 39 Meter messen, was es zum größten optischen und Infrarot-Teleskop aller Zeiten macht. Pappert gehört zum Team, das Instrumente für dieses Observatorium entwickelt. Diese Werkzeuge müssen unglaublich präzise sein, um Licht von Objekten einzufangen, die Milliarden Lichtjahre entfernt sind. Das ELT soll noch in diesem Jahrzehnt mit den Beobachtungen beginnen und wird es Wissenschaftlern ermöglichen, Schwarze Löcher, Exoplaneten und das frühe Universum auf eine Weise zu untersuchen, die heute nicht möglich ist.

Warum Schwarze Löcher für alle wichtig sind

Supermassive Schwarze Löcher befinden sich in den Zentren der meisten großen Galaxien, einschließlich unserer eigenen Milchstraße. Sie enthalten Millionen oder Milliarden Mal die Masse der Sonne. Papperts Arbeit konzentriert sich darauf, zu verstehen, wie diese Giganten entstehen, wachsen und ihre Wirtsgalaxien beeinflussen. Die Daten des ELT werden helfen, grundlegende Fragen zur Struktur und Entwicklung des Universums zu beantworten. Für die lokalen Gemeinschaften in Deutschland ist diese Forschung ein Punkt des Nationalstolzes und eine Erinnerung daran, dass Spitzenwissenschaft vor ihrer eigenen Haustür stattfindet. Die Max-Planck-Institute gehören zu den führenden Forschungsorganisationen der Welt, und Projekte wie das ELT halten Deutschland im Zentrum der globalen Astronomie.

Die nächste Generation von Wissenschaftlern ermutigen

Neben ihrer Laborarbeit engagiert sich Pappert in der Wissenschaftskommunikation. Sie spricht in Schulen und vor öffentlichen Gruppen über Schwarze Löcher und Teleskope. Besonders engagiert sie sich dafür, Mädchen und junge Frauen zu ermutigen, eine Karriere in MINT-Fächern anzustreben. In einem Bereich, in dem Frauen weiterhin unterrepräsentiert sind, ist ihre Sichtbarkeit als junge Forscherin wichtig. Sie zeigt, dass Astrophysik nicht nur für eine ausgewählte Gruppe ist. Zu ihren Betreuern gehören der Nobelpreisträger Reinhard Genzel und Frank Eisenhauer, beide führend in der Schwarze-Löcher-Forschung. Ihre Mentorschaft hilft ihr, die Grenzen des Bekannten zu erweitern.

Das ELT wird nicht nur tiefer ins All blicken. Es wird auch neue Generationen von Wissenschaftlern inspirieren. Papperts Doppelrolle als Forscherin und Kommunikatorin verbindet die technische Arbeit am Bau eines Teleskops mit der menschlichen Geschichte von Neugier und Entdeckung.

Quelle: Phys.org

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