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Viele Über 40-Jährige mit Adipositas haben normale Cholesterin- und Blutdruckwerte

Eine überraschende neue Studie hat ergeben, dass viele Menschen über 40, die als adipös gelten, Cholesterin- und Blutdruckwerte im Normalbereich haben. Die Forschung stellt die Annahme infrage, dass ein hoher Body-Mass-Index...

Eine überraschende neue Studie hat ergeben, dass viele Menschen über 40, die als adipös gelten, Cholesterin- und Blutdruckwerte im Normalbereich haben. Die Forschung stellt die Annahme infrage, dass ein hoher Body-Mass-Index automatisch zu schlechten kardiovaskulären Gesundheitsmarkern führt.

Die Zahlen, die Erwartungen trotzen

Forscher analysierten Gesundheitsdaten von Tausenden Erwachsenen im Vereinigten Königreich. Sie entdeckten, dass ein erheblicher Teil der Teilnehmer über 40 mit Adipositas Gesamtcholesterin- und Blutdruckwerte aufwies, die mit denen von Menschen mit normalem BMI vergleichbar waren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die metabolische Gesundheit nicht immer direkt mit dem Körpergewicht zusammenhängt.

Warum das für alltägliche Gesundheitschecks wichtig ist

Die Studie wurde von einem Team einer britischen Universität durchgeführt und in einer Fachzeitschrift mit Peer-Review veröffentlicht. Lokale Ärzte und öffentliche Gesundheitsbeamte im Vereinigten Königreich haben dies zur Kenntnis genommen, da bei Routineuntersuchungen der BMI oft als primärer Risikoindikator verwendet wird. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Menschen allein aufgrund ihres Gewichts als Hochrisikopatienten eingestuft werden könnten, obwohl ihre wichtigsten Biomarker gesund sind.

Die Forscher betonten, dass die Ergebnisse nicht bedeuten, dass Adipositas harmlos sei. Sie wiesen darauf hin, dass andere Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Übergewicht, wie Gelenkprobleme und bestimmte Krebsarten, bestehen bleiben. Die Studie zeigt jedoch, dass die Beziehung zwischen Körpergröße und metabolischer Gesundheit komplexer ist als bisher angenommen.

Ein genauerer Blick auf die Daten

Die Studie umfasste Männer und Frauen ab 40 Jahren aus dem gesamten Vereinigten Königreich. Die Teilnehmer wurden nach BMI-Kategorie gruppiert und dann hinsichtlich Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyceriden und Blutdruck verglichen. In der Adipositas-Gruppe wies eine bemerkenswerte Untergruppe Werte auf, die für alle diese Marker im klinisch normalen Bereich lagen.

Die Autoren stellten fest, dass Faktoren wie Ernährung, körperliche Aktivität, Genetik und wo Fett im Körper gespeichert wird, möglicherweise eine größere Rolle für die metabolische Gesundheit spielen als der BMI allein. Sie forderten differenziertere Ansätze zur Bewertung des kardiovaskulären Risikos im klinischen Umfeld.

Diese Forschung reiht sich in eine wachsende Zahl von Belegen ein, dass der BMI ein unvollkommenes Instrument zur Vorhersage individueller Gesundheitsergebnisse ist. Für Menschen über 40 im Vereinigten Königreich und darüber hinaus deutet die Studie darauf hin, dass eine Zahl auf der Waage nicht die ganze Geschichte darüber erzählt, was im Körper vor sich geht.

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