Retter in Laos haben am Samstag vier weitere Männer aus einer überfluteten Höhle geholt, womit sich die Zahl der Geretteten auf acht erhöht. Der Einsatz in der wassergefüllten Höhle im Norden von Laos wurde von Beamten als äußerst gefährlich beschrieben, da steigende Wasserstände und enge Gänge jede Bewegung erschwerten.
Die Männer waren eingeschlossen, seit heftige Regenfälle Anfang des Monats das Höhlensystem überflutet hatten. Dorfbewohner aus der Umgebung hatten sich tagelang am Eingang versammelt und auf ein Lebenszeichen ihrer Angehörigen gewartet.
Ein Wettlauf gegen das steigende Wasser in einem überfluteten Berg
Die Höhle in einem abgelegenen Teil der Provinz Luang Prabang ist bekannt für ihre engen Tunnel und saisonalen Überschwemmungen. Als der Regen kam, stieg das Wasser schnell an und schnitt der Gruppe den Rückweg ab. Rettungsteams mussten sich mit Seilen und Führungsleinen durch trübes, schnell fließendes Wasser kämpfen. Taucher arbeiteten in Schichten, manchmal bei nahezu null Sicht, um die eingeschlossenen Männer zu erreichen.
Beamte sagten, die Rettung sei eine der schwierigsten, die je in der Region versucht wurden. Die Männer wurden in einer kleinen Luftblase tief in der Höhle gefunden, wo sie sich mehr als eine Woche lang in Sicherheit gebracht hatten.
Warum die Gemeinde den Atem anhielt
Für die wartenden Familien fühlte sich jede Stunde wie ein Tag an. Viele der eingeschlossenen Männer waren junge Arbeiter aus nahegelegenen Dörfern, die in die Höhle gegangen waren, um Fledermausguano zu sammeln, einen natürlichen Dünger, der von lokalen Bauern verwendet wird. Die Höhle ist eine bekannte Guano-Quelle, und das Sammeln ist in der Gegend ein üblicher, aber riskanter Broterwerb.
Als der Regen ohne Vorwarnung kam, kamen die Männer nicht mehr heraus. Die Nachricht verbreitete sich schnell in der Provinz, und eine große Rettungsaktion wurde organisiert, an der Polizei, Militärtaucher und Freiwillige beteiligt waren. Der Einsatz zog in ganz Laos Aufmerksamkeit auf sich, einem Land, in dem Höhlenrettungen selten, aber nicht unbekannt sind.
Eine gefährliche Mission mit hoffnungsvollem Ausgang
Am Samstagnachmittag wurden vier weitere Männer auf Tragen herausgebracht, erschöpft, aber lebendig. Sie wurden zur Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Beamte bestätigten, dass die restlichen eingeschlossenen Männer ebenfalls geortet wurden und geborgen werden, sobald es die Bedingungen erlauben.
Die Rettungsteams waren ständig der Gefahr von Sturzfluten und Steinschlag ausgesetzt. Jeder Gang in die Höhle erforderte sorgfältige Planung und Entscheidungen in Sekundenschnelle. Der bisherige Erfolg hat den Familien und der weiteren Gemeinde Erleichterung gebracht, auch wenn der Einsatz noch nicht vorbei ist.
Diese Rettung in Laos zeigt, wie schnell die Natur eine alltägliche Aufgabe in eine lebensbedrohliche Tortur verwandeln kann. Sie unterstreicht auch die Tapferkeit derer, die ihre eigene Sicherheit riskieren, um andere nach Hause zu bringen.