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🇨🇳 China Durchbrüche 2 min

Shanghaier wird Vormund für psychisch kranke Nachbarin in wegweisendem Fall

Ein Gericht in Shanghai hat einen Mann als gesetzlichen Vormund für seine psychisch kranke Nachbarin eingesetzt. Es ist das erste Mal, dass ein chinesisches Gericht die Vormundschaft einer Person außerhalb der unmittelbaren...

Ein Gericht in Shanghai hat einen Mann als gesetzlichen Vormund für seine psychisch kranke Nachbarin eingesetzt. Es ist das erste Mal, dass ein chinesisches Gericht die Vormundschaft einer Person außerhalb der unmittelbaren Familie übertragen hat. Die Entscheidung, die von lokalen Medien als „Staffellauf der Liebe“ bezeichnet wurde, gibt dem Nachbarn die rechtliche Befugnis, medizinische und finanzielle Entscheidungen für die 56-jährige Frau zu treffen, die an Schizophrenie leidet.

Ein Nachbar springt ein, wo die Familie nicht kann

Die Frau, die nur mit ihrem Nachnamen Xu genannt wird, lebt seit Jahren mit Schizophrenie. Ihre Eltern sind alt und können nicht für sie sorgen. Sie hat weder Ehemann noch Kinder. Als sich ihr Zustand verschlechterte, brauchte sie jemanden, der ihre Angelegenheiten regelt und Behandlungen zustimmt. Ihr Nachbar, ein Mann mit Nachnamen Zhang, half ihr bereits bei alltäglichen Aufgaben und Krankenhausbesuchen. Das Gericht im Shanghaier Stadtbezirk Hongkou erkannte Zhang im November 2024 offiziell als ihren Vormund an.

Warum das Gericht zustimmte

Das chinesische Gesetz erlaubt es Gerichten, Vormünder für Erwachsene zu bestellen, die nicht für sich selbst sorgen können, beschränkt diese Rolle jedoch normalerweise auf Verwandte oder staatliche Stellen. In diesem Fall stellte das Gericht fest, dass Zhang bereits langfristiges Engagement für Xus Wohlergehen gezeigt hatte. Er hatte sie zu Arztterminen begleitet, bei ihren Finanzen geholfen und sichergestellt, dass sie ihre Medikamente nahm. Das Gericht fand keine geeigneten Familienmitglieder und entschied, dass Zhang die beste Option sei. Die Entscheidung schafft einen rechtlichen Präzedenzfall in Shanghai für die Vormundschaft durch Nicht-Familienangehörige.

Anwohner, die von der Regelung wussten, zeigten sich erleichtert. Viele hatten beobachtet, wie Zhang sich über die Jahre um Xu kümmerte, und machten sich Sorgen, was mit ihr passieren würde, wenn ihre Eltern älter wurden. Die Entscheidung des Gerichts gab ihnen Vertrauen, dass sie weiterhin Unterstützung von jemandem erhalten würde, dem sie vertraute.

Dieser Fall öffnet die Tür für andere Gemeinschaften in China, ähnliche Regelungen in Betracht zu ziehen. Er zeigt, dass Gerichte über Blutsbande hinausschauen können, wenn sie entscheiden, wer sich um schutzbedürftige Erwachsene kümmern sollte. Das Urteil ändert das Gesetz nicht, schafft aber einen Referenzpunkt für zukünftige Vormundschaftsfälle in Shanghai und möglicherweise im ganzen Land.

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