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🇨🇳 China Wilde Entdeckungen 2 min

Alte DNA zeigt 4.000 Jahre genetisches Tauziehen in Zentralchina

4.000 Jahre lang führten zwei unterschiedliche genetische Linien einen stillen Krieg in den Menschen Zentralchinas. Die eine kam aus dem Osten. Die andere aus dem Westen. Sie vermischten sich nicht friedlich. Sie wechselten sich...

4.000 Jahre lang führten zwei unterschiedliche genetische Linien einen stillen Krieg in den Menschen Zentralchinas. Die eine kam aus dem Osten. Die andere aus dem Westen. Sie vermischten sich nicht friedlich. Sie wechselten sich in der Dominanz ab, jede stieg und fiel über Jahrtausende, bis sie schließlich zur Zeit der Tang-Dynastie zu einer einzigen Bevölkerung verschmolzen.

Eine 10.000 Jahre alte Geschichte, geschrieben in Knochen

Forscher analysierten DNA aus 69 alten menschlichen Überresten, die in der Region des Gelben Flusses in Zentralchina gefunden wurden. Die Knochen spannten einen Bogen von der frühen Jungsteinzeit vor etwa 10.000 Jahren bis zur Gegenwart. Das Team wurde von Wissenschaftlern der Fudan-Universität in Shanghai geleitet und umfasste Mitarbeiter der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und mehrerer anderer Institute. Ihr Ziel war es, nachzuverfolgen, wie sich die genetische Zusammensetzung der Menschen in dieser Region im Laufe der Zeit veränderte.

Was sie fanden, war keine einfache Geschichte der Ablösung einer Gruppe durch eine andere. Stattdessen zeigten die Daten ein Hin und Her. Über lange Zeiträume dominierte die östliche Linie. Dann drängte die westliche Linie herein und übernahm. Dieser Zyklus wiederholte sich über Tausende von Jahren. Die Region wird oft als Wiege der chinesischen Zivilisation bezeichnet, und die Einheimischen legen großen Wert darauf, ihre tiefe Abstammung zu verstehen. Die Studie bietet eine neue Beweisebene dafür, wie Migration und Interaktion die Bevölkerung geprägt haben.

Als östliche und westliche Gene die Plätze tauschten

Die östliche genetische Signatur war während der frühen Jungsteinzeit am stärksten. Dann, vor etwa 4.000 Jahren, tauchte die westliche Linie auf und begann zu konkurrieren. Während der Shang- und Zhou-Dynastien kehrte der östliche Typ zurück. Aber zur Han-Dynastie schwoll der westliche Typ wieder an. Dieses Muster hielt bis zur Tang-Dynastie an, als die beiden Linien schließlich nicht mehr voneinander zu unterscheiden waren.

Die Forscher sagten, dies sei kein einfacher Fall von Invasion oder Verdrängung gewesen. Es war eher eine langfristige Oszillation. Verschiedene Gruppen zogen zu unterschiedlichen Zeiten in die Region, und ihre genetischen Fußabdrücke expandierten oder schrumpften je nach sozialen, politischen oder Umweltfaktoren. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Science Bulletin veröffentlicht. Sie liefert einige der klarsten Beweise dafür, dass Zentralchina eine Zone wiederholten genetischen Kontakts war, nicht der Isolation.

Warum dies jenseits des Labors wichtig ist

Für die Menschen im heutigen Zentralchina verbindet die Studie sie mit einer Vergangenheit, die dynamischer ist, als viele Lehrbücher beschreiben. Die Vorstellung, dass ihre Vorfahren keine einzige, unveränderliche Linie waren, sondern eine Mischung aus östlichen und westlichen Populationen, die 4.000 Jahre brauchte, um vollständig zu verschmelzen, stellt ältere Narrative eines reinen oder isolierten Ursprungs in Frage. Die Forschung erhebt nicht den Anspruch, alle Fragen zur chinesischen Vorgeschichte zu klären. Aber sie zeigt, dass die genetische Geschichte der Region eine von Bewegung, Pause und schließlicher Verschmelzung ist. Die Knochen erzählen eine Geschichte von Kontakt, der länger dauerte als die meisten Imperien.

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