Kurzüberblick: Gibraltar · Wilde Entdeckungen · Neuer Befund · Verifiziert
Quellenpfad: Diese Seite ist eine originale GoshNews-Zusammenfassung auf Basis berichteter Fakten und verlinkter Quellen. Sie ist kein nachveröffentlichter Artikel.

Die berühmten Berberaffen von Gibraltar fressen Erde. Neue Forschungen deuten darauf hin, dass dieses ungewöhnliche Verhalten eine direkte Reaktion auf das Junkfood ist, das sie inzwischen regelmäßig Touristen abluchsen.

## Eine Truppe verändert ihre Ernährung

## Die Erde als Verdauungshilfe

Seit Generationen sind die Makaken ein Markenzeichen des britischen Überseegebiets und ernähren sich natürlich von Blättern, Wurzeln und Insekten. Ihre Präsenz ist so kulturell verwurzelt, dass ein lokaler Aberglaube besagt, die britische Herrschaft ende, wenn die Affen gehen. Heute hat sich die Ernährung der Truppe jedoch dramatisch verändert. Forscher beobachteten, dass die Affen häufig menschliche Nahrung zu sich nehmen, insbesondere Dinge wie Chips, Süßigkeiten und andere verarbeitete Snacks, die von den Millionen jährlichen Besuchern des Felsens von Gibraltar angeboten oder von ihnen gestohlen werden.

Diese Ernährungsumscheidung scheint eine instinktive Korrektur ausgelöst zu haben. Wissenschaftler der Universität Gibraltar dokumentierten, dass die Affen gezielt Erde von bestimmten Stellen fressen. Analysen zeigten, dass diese Erde Aktivkohle und Tonminerale enthält, die für ihre bindenden Eigenschaften bekannt sind. Im Grunde scheinen sich die Makaken selbst zu medikamentieren, indem sie die Erde nutzen, um Giftstoffe zu absorbieren und Verdauungsprobleme zu lindern, die durch ihre fett- und zuckerreiche menschliche Nahrung verursacht werden. Das Verhalten ist kein zufälliges Naschen; es ist ein gezielter Verzehr von Erde mit spezifischen medizinischen Eigenschaften.

Den lokalen Behörden und Naturschützern liegt viel daran, denn die Makaken sind eine geschützte Art und ein nationales Symbol. Die Umstellung auf Junkfood stellt eine direkte Bedrohung für ihre Gesundheit und die langfristige Stabilität der Truppe dar. Das Erdefressen ist zwar eine faszinierende Anpassung, unterstreicht aber ein erhebliches von Menschen gemachtes Problem: Die natürliche Nahrungssuche der Affen wird durch gut gemeinte, aber schädliche Interaktionen mit Touristen gestört. Dies stellt eine komplexe Herausforderung für den Artenschutz dar, bei der der ikonische Status und die touristische Anziehungskraft der Tiere mit der Notwendigkeit abgewogen werden muss, ihr natürliches Verhalten und ihre Gesundheit für die Zukunft zu bewahren.

Warum Gosh das gebracht hat: Wir priorisieren Geschichten, die etwas Eigenständiges, Unterberichtetes oder wirklich Nützliches über das Leben vor Ort zeigen. Gibraltar.
Quelle: South China Morning Post (Gibraltar)