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🇳🇵 Nepal Wilde Entdeckungen 2 min

Himalaya Flüsse ändern ihren Lauf, während das Eis schmilzt

Die großen Flüsse des Himalaya schreiben leise ihre eigenen Karten neu. Neue Forschung zeigt, dass die Flüsse, die von den schrumpfenden Gletschern gespeist werden, ihren Lauf ändern, manchmal dramatisch. Das ist keine langsame...

Die großen Flüsse des Himalaya schreiben leise ihre eigenen Karten neu. Neue Forschung zeigt, dass die Flüsse, die von den schrumpfenden Gletschern gespeist werden, ihren Lauf ändern, manchmal dramatisch. Das ist keine langsame, ferne Veränderung. Es passiert jetzt, in Nepal und im gesamten Gebirgszug, den Wissenschaftler den Wasserturm Asiens nennen.

Ein gefrorener Stausee verliert seinen Halt

Der Himalaya enthält mehr Eis als jeder andere Ort der Erde außerhalb der Polarregionen. Dieses Eis speist zehn der größten Flüsse Asiens, darunter den Ganges, den Indus und den Brahmaputra. Zusammen versorgen diese Flüsse etwa zwei Milliarden Menschen mit Wasser. Aber das Eis verschwindet. Steigende Temperaturen lassen die Gletscher immer schneller schmelzen. Während das Eis zurückweicht, verändert sich das Wasser, das einst stetig aus dem gefrorenen Speicher floss, sowohl in seiner Menge als auch darin, wohin es fließt.

Forscher haben dokumentiert, dass einige Flüsse ihre Kanäle verlagern, während die Gletscherschmelze die Landschaft verändert. An manchen Orten ist der Fluss auf völlig neue Wege umgesprungen. Die Studie, die in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, nutzte Satellitenbilder und Feldbeobachtungen, um diese Veränderungen im nepalesischen Himalaya zu verfolgen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Verlust von Gletschermasse direkt mit der Laufänderung der Flüsse zusammenhängt.

Was das für die Menschen flussabwärts bedeutet

Für die Gemeinden in den Tälern darunter ist ein Fluss, der sich bewegt, nicht nur eine wissenschaftliche Kuriosität. Es ist eine Bedrohung für Häuser, Bauernhöfe und Trinkwasser. Dörfer, die seit Generationen auf einen bestimmten Bach angewiesen sind, könnten plötzlich ohne Wasser dastehen. Andere Gebiete könnten neuen Überschwemmungsrisiken ausgesetzt sein, wenn Wasser in Kanäle strömt, die trocken waren. Die Studie stellt fest, dass diese Verschiebungen schnell passieren können, innerhalb einer einzigen Saison, sodass den Menschen wenig Zeit zur Anpassung bleibt.

Lokale Bauern in Nepal berichten bereits von Veränderungen. Einige sagen, dass die Flüsse in den trockenen Monaten weniger Wasser führen. Andere haben beobachtet, wie das Wasser neue Wege durch ihre Felder grub. Die Forscher betonen, dass das Problem nicht auf Nepal beschränkt ist. Der gesamte Himalaya erlebt ähnliche Veränderungen, was bedeutet, dass die Auswirkungen über nationale Grenzen hinweg spürbar sein werden.

Ein Signal vom Dach der Welt

Der Himalaya war lange eine Quelle der Stabilität für Asiens Wasserversorgung. Diese Stabilität ist nun infrage gestellt. Die sich verlagernden Flüsse sind ein weiteres Zeichen dafür, dass die gefrorenen Reserven der Region schneller erschöpft werden, als sie sich erneuern können. Die Studie sagt nicht genau voraus, was als Nächstes passieren wird. Aber sie macht deutlich, dass die bereits im Gange befindlichen Veränderungen eines der wichtigsten Wassersysteme des Planeten neu formen.

Quelle: Mongabay

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