Der Pink Planet hat ein Geheimnis. Sein Himmel ist voller Salz Wolken, ein Merkmal, das zuvor noch nie direkt auf einem kalten planetaren Objekt bestätigt wurde. Astronomen, die das James Webb Space Telescope nutzten, haben endlich das Rätsel von GJ 504 b gelöst, einer blassen pinken Welt 57 Lichtjahre von der Erde entfernt, die Wissenschaftler seit über einem Jahrzehnt verwirrt hat.
Eine kalte Welt mit einem bunten Dunst
GJ 504 b wurde erstmals 2013 entdeckt, als er einen sonnenähnlichen Stern umkreiste. Es ist einer der kältesten planetaren Massenbegleiter, die jemals direkt abgebildet wurden. Mit einer Masse von etwa 25 Jupitermassen liegt es nahe der unscharfen Grenze zwischen Riesenplaneten und Braunen Zwergen. Astronomen nennen es einen planetaren Massenbegleiter, weil sie nicht sicher sind, ob es tatsächlich ein Planet ist. Seine niedrige Temperatur, zwischen 2,5 und 4 Milliarden Jahren alt, verleiht ihm einen charakteristischen rosafarbenen Schimmer, der ihm den Spitznamen Pink Planet eingebracht hat.
Salzige Himmel und exotische Chemie
Der Postdoktorand Aneesh Baburaj von der Northwestern University leitete die Studie, die am 18. Juni im Astronomical Journal veröffentlicht wurde. Mit JWST entdeckte sein Team Wasserdampf, Methan, Kohlendioxid, Ammoniak und etwas Unerwartetes: salzige Wolken. Dies ist der erste direkte Beweis dafür, dass Salz Wolken in der Atmosphäre eines kalten planetaren Objekts existieren können, und bestätigt eine Vorhersage, die Wissenschaftler vor mehr als 15 Jahren machten. Das Objekt war so schwach, dass bodengestützte Teleskope sein Licht nicht analysieren konnten. JWST war das perfekte Werkzeug, um endlich ein klares Spektrum zu erhalten.
Lokale Astronomen an der Northwestern University und dem Space Telescope Science Institute, darunter Marshall Perrin, der das Beobachtungsprogramm entworfen hat, waren tief involviert. Der Pink Planet hatte Folgebeobachtungen von Teams auf der ganzen Welt angezogen, aber keines konnte seine Geheimnisse bis jetzt lüften. Die Ergebnisse unterstreichen JWSTs Fähigkeit, extrem kalte und schwache Welten zu untersuchen, die für bodengestützte Observatorien unerreichbar sind.
Diese Entdeckung löst nicht nur ein Jahrzehnte altes Rätsel. Sie öffnet ein neues Fenster zur Chemie kalter Welten und zeigt, dass Salz Wolken, die einst nur theoretisch waren, real sind.