Jahrelang glaubten Ärzte, dass lakunäre Schlaganfälle durch Fettablagerungen in winzigen Hirnarterien entstehen. Eine neue Studie, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, zeigt das Gegenteil. Diese Schlaganfälle, von denen in Großbritannien jedes Jahr etwa 35.000 Menschen betroffen sind, werden tatsächlich durch Arterien verursacht, die zu weit geworden sind.
Was Forscher im Gehirn fanden
Wissenschaftler entdeckten, dass lakunäre Schlaganfälle, die ein Viertel aller Schlaganfälle in Großbritannien ausmachen, mit der Vergrößerung und Erweiterung von Hirnarterien zusammenhängen. Diese Erkenntnis widerlegt die lang gehegte Annahme, dass Verstopfungen durch Fettablagerungen schuld seien. Die Studie legt nahe, dass sich die Arterien eher ausdehnen als verstopfen, was zu einer anderen Art von Schädigung führt.
Warum das für die Behandlung wichtig ist
Die Entdeckung könnte erklären, warum manche Medikamente bei Patienten mit lakunären Schlaganfällen nicht gut wirken. Standardbehandlungen, die darauf abzielen, Verstopfungen zu verhindern, könnten weniger wirksam sein, wenn das zugrunde liegende Problem die Arterienerweiterung ist. Forscher hoffen, dass die Erkenntnis zu gezielteren Therapien für die Tausenden von Menschen führen wird, die jedes Jahr in Großbritannien betroffen sind.
Was passiert ist und wer beteiligt war
Die Studie wurde von Forschern in Großbritannien durchgeführt, die Gehirnscans und Gewebeproben von Patienten analysierten, die einen lakunären Schlaganfall erlitten hatten. Sie verglichen diese mit gesunden Gehirnen und fanden konsistente Muster der Arterienerweiterung in der Schlaganfallgruppe. Die lokalen medizinischen Fachkreise haben dies zur Kenntnis genommen, weil lakunäre Schlaganfälle häufig sind und oft zu Behinderungen führen, ihre Ursache jedoch lange schlecht verstanden war.
Dieses neue Verständnis verlagert den Fokus von der Verhinderung von Verstopfungen hin zum Verständnis, warum und wie sich Hirnarterien erweitern. Für die 35.000 Menschen in Großbritannien, die jedes Jahr einen lakunären Schlaganfall erleiden, und für viele weitere weltweit eröffnet die Forschung einen neuen Weg zu einer wirksameren Versorgung.