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Warum jüngere Generationen ein höheres Krebsrisiko haben

Eine neue umfassende Analyse legt nahe, dass Menschen, die nach 1965 geboren wurden, mit höherer Wahrscheinlichkeit bestimmte Krebsarten entwickeln als jede frühere Generation im gleichen Alter. Die Studie, die von Forschern in...

Eine neue umfassende Analyse legt nahe, dass Menschen, die nach 1965 geboren wurden, mit höherer Wahrscheinlichkeit bestimmte Krebsarten entwickeln als jede frühere Generation im gleichen Alter. Die Studie, die von Forschern in den USA geleitet wurde, untersuchte Gesundheitsdaten von Millionen von Patienten und fand einen stetigen Anstieg von Krebserkrankungen im frühen Erwachsenenalter bei Millennials und Generation Z. Die Ergebnisse stellen die lang gehegte Annahme in Frage, dass Krebs hauptsächlich eine Krankheit älterer Erwachsener ist.

Die Zahlen hinter dem Wandel

Das Forschungsteam untersuchte Aufzeichnungen von über 23 Millionen Patienten, bei denen 34 verschiedene Krebsarten diagnostiziert wurden. Sie fanden heraus, dass bei 17 dieser Krebsarten die Inzidenzraten mit jeder Generation, die seit den frühen 1950er Jahren geboren wurde, anstiegen. Zum Beispiel haben Menschen, die in den 1990er Jahren geboren wurden, ein zwei- bis dreimal höheres Risiko, an Bauchspeicheldrüsen-, Nieren- oder Dünndarmkrebs zu erkranken als diejenigen, die in den 1950er Jahren geboren wurden. Noch auffälliger ist, dass das Risiko für Leberkrebs bei Frauen, die in den 1990er Jahren geboren wurden, viermal höher ist als in der Generation ihrer Großeltern.

Was den Trend antreibt

Die Autoren der Studie weisen auf Lebensstiländerungen hin, die Mitte des 20. Jahrhunderts begannen. Ernährung mit hohem Anteil an verarbeiteten Lebensmitteln, sitzende Lebensweise und steigende Fettleibigkeitsraten sind allesamt verdächtige Mitverursacher. Die Forscher merken auch an, dass Umweltfaktoren wie die Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien und Schadstoffen eine Rolle spielen könnten. Sie betonen, dass der Anstieg nicht allein durch Genetik erklärt werden kann, da der Wandel zu schnell erfolgt ist, als dass DNA-Veränderungen die Hauptursache sein könnten.

Warum das lokal wichtig ist

Für Ärzte und öffentliche Gesundheitsbeamte sind die Ergebnisse ein Weckruf. Viele Krebsvorsorgerichtlinien beginnen immer noch im Alter von 50 Jahren, aber die neuen Daten deuten darauf hin, dass jüngere Erwachsene möglicherweise frühere oder häufigere Untersuchungen benötigen. In den USA, wo die Studie durchgeführt wurde, sehen Gesundheitsdienstleister bereits mehr Patienten in ihren 30ern und 40ern mit Krebserkrankungen, die in dieser Altersgruppe einst selten waren. Lokale Krebszentren diskutieren nun, ob sie ihre Präventionsstrategien überarbeiten sollten, um sich auf jüngere Bevölkerungsgruppen zu konzentrieren.

Die Studie beweist nicht, dass Lebensstilentscheidungen diese Krebsarten direkt verursachen, aber sie zeigt eine starke Korrelation. Während Forscher diese Trends weiterhin verfolgen, ist die Botschaft an jüngere Generationen klar: Auf Ernährung, Bewegung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zu achten, könnte wichtiger sein als je zuvor. Die Ergebnisse verleihen auch der Suche nach umweltbedingten und verhaltensbezogenen Risikofaktoren, die verändert werden können, um den Trend umzukehren, Dringlichkeit.

Quelle: DW News

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