Kurzüberblick: Kanada · Wilde Entdeckungen · Neuer Befund · Verifiziert
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Ein kanadisches Satellitenunternehmen wurde mit einer Schlüsselrolle beim Aufbau eines Hochgeschwindigkeits-Internet-Backbones im Weltraum beauftragt. Die Europäische Weltraumorganisation hat Kepler Communications einen Vertrag über 18,6 Millionen Euro für die nächste Phase ihres HydRON-Projekts erteilt. Dieses System soll Daten zwischen Satelliten per Laserstrahl statt per Funk übertragen.

## Aufbau des orbitalen Backbones

Das HydRON-Programm der ESA sieht eine Zukunft vor, in der nutzbare Daten aus dem Weltraum in Sekunden den Boden erreichen. Ziel ist es, die Geschwindigkeit und Kapazität terrestrischer Glasfasernetze in die Umlaufbahn zu erweitern und so ein sogenanntes 'Glasfasernetz am Himmel' zu schaffen. Das Programm ist in mehrere Teile gegliedert, die von einer Konstellation in niedriger Erdumlaufbahn über ein Netzwerk, das verschiedene Orbitalebenen verbindet, bis hin zur Integration kommerzieller Industriepartner fortschreiten.

## Eine Konstellation von Partnern

Keplers neuer Vertrag fällt in diese dritte, integrationsorientierte Phase. Das Unternehmen wird seine eigenen Satelliten als Plattform für fortschrittliche Hardware mehrerer europäischer Partner nutzen. Das deutsche Unternehmen Vyoma wird eine Nutzlast zur Überwachung von Objekten im Orbit beisteuern, was der Weltraumlageerfassung dient. Optische Kommunikationshardware wird von TESAT, MBRYONICS Ltd. und Astrolight UAB geliefert. Diese gemeinsame Anstrengung soll validieren, wie verschiedene Technologien und Dienste nahtlos zusammen im Weltraumumfeld operieren können.

## Der Drang zu schnelleren, klareren Signalen

Der Vertrag wurde auf dem 41. Space Symposium in Colorado Springs in Anwesenheit hochrangiger Vertreter der ESA und der kanadischen Weltraumbehörde unterzeichnet. Er baut auf Keplers früherer Beteiligung am ersten Element von HydRON auf. Der Antrieb für laserbasierte Kommunikation entspringt einem praktischen Bedarf: Traditionelle Radiofrequenzen werden überlastet. Optische Laserlinks bieten einen Weg, größere Datenmengen effizienter und sicherer zu übertragen und bilden die Grundlage für eine widerstandsfähige, europäisch geführte Kommunikationsinfrastruktur im Weltraum.

Diese jüngste Phase stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung Betriebsrealität dar. Durch das Testen eines Multi-Vendor-Systems im Orbit gehen die ESA und ihre Partner über die Theorie hinaus und bewältigen die praktischen Herausforderungen beim Aufbau einer nahtlosen Hochdurchsatz-Datenautobahn über der Erde. Der Erfolg solcher Demonstrationen wird bestimmen, wie schnell Satellitendaten zu Nutzern am Boden fließen können, was neue Anwendungen und Dienste ermöglicht, die auf Echtzeitinformationen aus dem Weltraum angewiesen sind.

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Quelle: ESA (Kanada)