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Europas Astronautenreserve schließt Training ab und ist bereit für Weltraummissionen

Neun Menschen aus ganz Europa haben ein Trainingsprogramm abgeschlossen, das sie bereit macht, jederzeit ins All zu fliegen. Sie sind keine Berufsastronauten. Sie sind die Reserve. Und sie haben gerade das Astronaut Reserve...

Neun Menschen aus ganz Europa haben ein Trainingsprogramm abgeschlossen, das sie bereit macht, jederzeit ins All zu fliegen. Sie sind keine Berufsastronauten. Sie sind die Reserve. Und sie haben gerade das Astronaut Reserve Training der Europäischen Weltraumorganisation in Köln, Deutschland, beendet.

Vom Klassenzimmer zum Überleben im Schnee

Das Training begann im Oktober 2024. In drei Blöcken von jeweils etwa zwei Monaten lernte die Gruppe die Kernfähigkeiten, die professionelle Astronauten beherrschen. Sie studierten, wie die Internationale Raumstation funktioniert, wie Raumfahrzeugsysteme arbeiten und wie man Lebenserhaltung und Flugtechnik handhabt. Sie lernten auch etwas über menschliches Verhalten und Leistungsfähigkeit in Isolation, medizinische Verfahren und wissenschaftliche Operationen.

Dann kamen die körperlichen Tests. Die Gruppe übte die Grundlagen von Weltraumspaziergängen beim Gerätetauchen in einem riesigen Becken namens Neutral Buoyancy Facility, das die Schwerelosigkeit des Weltraums simuliert. Sie verbrachten auch Zeit unter winterlichen Bedingungen und lernten Überlebenstechniken für den Fall, dass ihr Raumschiff an einem abgelegenen, kalten Ort landet.

Feuer, Wasser und Teamwork unter Druck

Von September bis Oktober 2025 kamen alle neun Mitglieder im Europäischen Astronautenzentrum in Köln für acht Wochen gemeinsames Training zusammen. Sie gingen über die Grundlagen hinaus zu Missionsdesign, Antrieb, Orbitalmechanik und der Bedienung von Experimenten auf der Raumstation. Sie übten den Einsatz von Kameras und Videogeräten für die Forschung. Sie führten szenariobasierte Übungen durch, die ihre Koordination und Entscheidungsfindung unter Stress testeten.

Sie trainierten auch für Notfälle. Sie bekämpften Brände. Sie übten das Überleben auf See. Sie kehrten zur Neutral Buoyancy Facility für weitere Vorbereitungen auf Weltraumspaziergänge zurück. Das Programm war darauf ausgelegt, sie jederzeit für einen echten Einsatz bereit zu machen.

Die neun Personen, die das Programm abgeschlossen haben, sind Sara García Alonso aus Spanien, Meganne Christian und John McFall aus dem Vereinigten Königreich, Anthea Comellini und Andrea Patassa aus Italien, Carmen Possnig aus Österreich, Arnaud Prost aus Frankreich, Amelie Schoenenwald aus Deutschland und Aleš Svoboda aus Tschechien.

Sie sind jetzt in einem Zustand der Einsatzbereitschaft. Wenn die ESA ruft, sind sie bereit zu gehen.

Quelle: ESA

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