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Europas neues Wettersatelliten-Trio ist nun komplett

Europas neuester Wettersatellit, MTG-I2, startete am Donnerstagabend von Französisch-Guayana aus und vervollständigt damit ein Drei-Satelliten-System, das bald alle 2,5 Minuten Bilder des Himmels über Europa und Nordafrika...

Europas neuester Wettersatellit, MTG-I2, startete am Donnerstagabend von Französisch-Guayana aus und vervollständigt damit ein Drei-Satelliten-System, das bald alle 2,5 Minuten Bilder des Himmels über Europa und Nordafrika liefern wird. Der Start, der am 27. August um 22:11 Uhr MESZ an Bord einer Ariane-6-Rakete erfolgte, markiert das letzte Stück der Meteosat-Dritte-Generation-Konstellation (MTG). Sobald das Trio voll einsatzbereit ist, wird es den Wetterdiensten eine Detailgenauigkeit und Geschwindigkeit bieten, die sie nie zuvor hatten.

Ein schärferer Blick auf Stürme, Brände und Verschmutzung

Der MTG-I2-Satellit ist nicht nur ein weiterer Wetterbeobachter. Er ist darauf ausgelegt, sich entwickelnde Wetterfronten in Echtzeit zu verfolgen und hochauflösende Bilder zu liefern, die Frühwarnungen vor extremen Ereignissen verbessern. Die Daten werden den Behörden auch helfen, Waldbrände und Luftverschmutzung in Europa und Nordafrika zu überwachen. Für die Bürger bedeutet das zuverlässigere Vorhersagen und schnellere Warnungen, wenn gefährliches Wetter auf dem Weg ist.

Von der Startrampe zum vollen Betrieb

Der Satellit hob um 17:11 Uhr Ortszeit vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ab. In den nächsten zwei Wochen werden Ingenieure ihn durch Bahnanhebungsmanöver führen, bevor die Inbetriebnahme beginnt. Sobald MTG-I2 vollständig geprüft ist, wird er sich seinen beiden Vorgängern anschließen, dem 2022 gestarteten MTG-Imager und dem im letzten Jahr gestarteten MTG-Sounder. Zusammen ermöglichen sie den Betrieb der Mission mit voller Kapazität und sorgen für Kontinuität und Widerstandsfähigkeit der Wetterdienste auf dem gesamten Kontinent.

Simonetta Cheli, Direktorin für Erdbeobachtungsprogramme der ESA, lobte die Teams hinter der Mission und betonte, dass MTG-I2 fortschrittliche Technologie mitbringt, die die Klimaüberwachung und Wettervorhersagen über Europa verbessern wird. James Champion, ESA-Projektmanager für MTG, sagte, der Start sei gut verlaufen und sein Team konzentriere sich nun auf die kommenden Wochen der Orbitalprüfungen.

Die Vervollständigung des MTG-Trios ist ein stiller, aber bedeutender Meilenstein für die europäische Weltraumzusammenarbeit. Mit der nun vorhandenen ersten Satellitenfamilie wird die Mission über Jahre hinweg einen stetigen Strom hochwertiger Daten liefern, und die Planung für die zweite Generation der MTG-Satelliten ist bereits im Gange, mit Starts, die ab 2033 erwartet werden.

Quelle: ESA

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