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Galileo Satelliten bekommen Signal Upgrade für winzige IoT Geräte

Europas Galileo Satellitennavigationssystem hat es winzigen, stromsparenden Geräten gerade einfacher gemacht, ihren Standort zu bestimmen. Im April 2026 hat die Konstellation eine neue Signalkomponente namens E5a Quasi Pilot auf...

Europas Galileo Satellitennavigationssystem hat es winzigen, stromsparenden Geräten gerade einfacher gemacht, ihren Standort zu bestimmen. Im April 2026 hat die Konstellation eine neue Signalkomponente namens E5a Quasi Pilot auf 12 ihrer Satelliten eingesetzt. Das Upgrade ist speziell für die wachsende Welt der Internet of Things Geräte, Smart City Sensoren und einfache Smartphone Empfänger konzipiert, die eine schnelle Standortermittlung benötigen, ohne ihre Batterien zu leeren.

Eine Anpassung am Signal, die viel Strom spart

Traditionelle Satellitennavigationssignale bestehen aus zwei Teilen: einem Pilotsignal ohne Daten, das dem Empfänger hilft, sich einzuklinken, und einem Datensignal, das die Navigationsinformationen überträgt. Der neue E5a Quasi Pilot überdenkt dieses Setup. Er behält die Pilotrolle, fügt aber eine kleine Menge Daten hinzu, darunter die Zeitinformationen, die für eine erste Positionsbestimmung nötig sind. Diese Zeitdaten sind auf Nutzerebene vollständig vorhersagbar. Die Signalstruktur selbst ist darauf ausgelegt, den Erfassungsprozess zu vereinfachen, was die Rechenarbeit und den Stromverbrauch auf der Empfängerseite reduziert.

Schnellere Fixes und stärkere Abwehr

Testkampagnen haben gezeigt, dass E5a Quasi Pilot die Signalerfassungszeit um den Faktor drei reduzieren kann. Außerdem senkt es die Anzahl der für die Erfassung erforderlichen Operationen um den Faktor acht. Dies ist besonders wichtig für Snapshot Geräte, die nur für eine sehr kurze Zeit ein GNSS Signal empfangen müssen, um ihre Position zu bestimmen. Das Upgrade erlaubt es stromsparenden Empfängern außerdem, Signale ausschließlich im E5 Band zu verarbeiten, anstatt auf das E1 Band angewiesen zu sein. Diese Verschiebung erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Spoofing und Jamming Angriffe, da der Erfassungsprozess nicht mehr allein von E1 Signalen abhängt.

Ausbau über die gesamte Konstellation

Die Europäische Weltraumorganisation und ihre Industriepartner haben die Lösung für Massenmarktanwendungen entwickelt, die wenig Strom benötigen. Die Signalkomponente wird kostenlos ausgestrahlt und steht nun für die Implementierung in neuen und aktualisierten Chipsätzen zur Verfügung. Alle Nutzer des Galileo Open Service können von seinen Fähigkeiten profitieren. Mit mehr als 30 Satelliten im Orbit und fünf Milliarden Nutzern weltweit passt Galileo seine Signale weiterhin an die Bedürfnisse der aufstrebenden Märkte an. Der Einsatz auf 12 Satelliten im April markiert einen Fortschritt für die Rolle der Konstellation in der sich ausweitenden Internet of Things Landschaft.

Quelle: ESA

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