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Hubble entdeckt Zehneck über Saturns Südpol

Eine scharfe, zehnseitige Form wurde kreisend um Saturns Südpol gefunden, und es ist keine optische Täuschung. Das Hubble-Weltraumteleskop, betrieben von der NASA in den USA, hat das Merkmal in einem neuen Bild festgehalten, das...

Eine scharfe, zehnseitige Form wurde kreisend um Saturns Südpol gefunden, und es ist keine optische Täuschung. Das Hubble-Weltraumteleskop, betrieben von der NASA in den USA, hat das Merkmal in einem neuen Bild festgehalten, das am 8. September 2026 veröffentlicht wurde. Das Polygon, ein sogenanntes Zehneck, sitzt in einem wirbelnden Polarsturm, und seine scharfen Kanten haben Planetenwissenschaftler vor ein Rätsel gestellt.

Ein geometrischer Sturm, der nicht so ordentlich sein sollte

Das Zehneck erscheint als dunkles, kantiges Band, das um den südlichen Wirbel des Planeten gewickelt ist. Während Saturn für seinen sechseckigen Jetstream am Nordpol bekannt ist, ist dieses südliche Zehneck weit weniger regelmäßig. Das Bild zeigt eine helle Scheibe nahe dem Zentrum, wobei das zehnseitige Band die umgebenden Wolkenschichten durchschneidet. Hubbles Auflösung zeigt, dass die Form nicht perfekt symmetrisch ist, aber ihre geraden Segmente sind klar genug, um sie zu zählen.

Warum Forscher genau hinschauen

Saturns Nordpol hat ein berühmtes Sechseck, einen sechsseitigen Jetstream, der seit Jahrzehnten untersucht wird. Der Südpol jedoch hat bisher meist chaotische Sturmbewegungen gezeigt. Ein Zehneck dort zu finden, deutet darauf hin, dass die atmosphärische Dynamik des Planeten geordneter ist als bisher angenommen. Das Merkmal wurde im ultravioletten und sichtbaren Licht entdeckt und scheint mit dem schnell fließenden Polarjet verbunden zu sein. Lokale Wissenschaftler am Space Telescope Science Institute in Maryland vergleichen nun das südliche Zehneck mit dem nördlichen Sechseck, um zu verstehen, wie solche stabilen Polygone in der turbulenten Atmosphäre eines Gasriesen entstehen.

Die Entdeckung ist bedeutsam, weil sie ein neues natürliches Labor für die Untersuchung von Flüssigkeitsbewegungen in großem Maßstab bietet. Auf der Erde erscheinen ähnliche Formen nicht in Wettersystemen, aber auf Saturn können die Kombination aus schneller Rotation und innerer Hitze diese auffälligen Muster erzeugen. Die Tatsache, dass das Zehneck nicht so sauber ist wie das Sechseck, deutet darauf hin, dass der südliche Jet schwächer oder gestörter ist, aber er behält dennoch seine zehnseitige Kontur.

Für die Menschen, die Saturn untersuchen, ist dies eine Erinnerung daran, dass der Planet immer noch Überraschungen bereithält. Hubble beobachtet den Ringplaneten seit Jahren, aber dies ist das erste Mal, dass ein Zehneck am Südpol klar dokumentiert wurde. Das Bild wurde im Rahmen der NASA-Serie Astronomy Picture of the Day veröffentlicht und zog die Aufmerksamkeit von Amateur-Himmelsbeobachtern und professionellen Forschern gleichermaßen auf sich.

Das Zehneck ist keine feste Struktur, sondern ein schnell bewegliches Windband. Seine Beständigkeit über die Zeit, selbst mit leichten Schwankungen, deutet auf einen tiefen atmosphärischen Prozess hin, der die Form stabil hält. Während Hubble Saturn weiterhin beobachtet, hoffen Wissenschaftler, zu verfolgen, wie sich das Zehneck mit den Jahreszeiten verändert. Vorerst steht der zehnseitige Sturm als frisches Beispiel dafür, wie viel über die äußeren Planeten noch unbekannt ist, selbst über jene, die wir mit Raumsonden besucht haben.

Quelle: NASA

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