Eine für die Wissenschaft neue Affenart hat sich in den Wäldern der Demokratischen Republik Kongo versteckt. Die Einheimischen kannten sie als Likweli, aber Forscher haben sie erst jetzt als eigenständige Colobusaffenart bestätigt.
Ein Primat, den die Einheimischen bereits benannt hatten
Der Likweli Colobusaffe wurde von Wissenschaftlern nach jahrelangen Feldbeobachtungen und genetischen Analysen offiziell beschrieben. Die Art lebt in den Tiefland und Bergwäldern im Osten der DR Kongo, einem Gebiet, das für seine reiche, aber bedrohte Artenvielfalt bekannt ist. Forscher arbeiteten mit lokalen Führern zusammen, die das Tier schon lange als anders als andere Colobusaffen der Region erkannt hatten. Der lokale Name Likweli wurde als gebräuchlicher Name für die neue Art beibehalten.
Was diesen Affen anders macht
Colobusaffen sind bekannt für ihr schwarz weißes Fell und ihre langen Schwanzquasten. Der Likweli hat besondere körperliche Merkmale, die ihn von seinen Verwandten unterscheiden, darunter Unterschiede in den Fellfarbmustern und der Schädelform. Genetische Tests bestätigten, dass es sich um eine eigene Art handelt. Die formelle wissenschaftliche Beschreibung wurde in einer Fachzeitschrift mit Peer Review veröffentlicht und fügt dem Stammbaum der Primaten einen neuen Zweig hinzu.
Warum die Entdeckung lokal wichtig ist
Für Gemeinschaften, die in der Nähe der Wälder leben, in denen Likweli vorkommt, bestätigt die Bestätigung der Art ihr eigenes Wissen über die Tierwelt um sie herum. Die DR Kongo ist eines der artenreichsten Länder Afrikas, aber viele ihrer Arten sind noch nicht dokumentiert. Der Likweli Affe gesellt sich nun zu einer wachsenden Liste von Tieren, die Wissenschaftler erst zu verstehen beginnen. Lokale Naturschutzgruppen hoffen, dass die Entdeckung die Aufmerksamkeit auf die Wälder lenkt, die diese und andere seltene Arten beherbergen.
Die Bestätigung von Likweli fügt ein weiteres Puzzlestück zur Primatenvielfalt Zentralafrikas hinzu. Sie zeigt auch, dass selbst im 21. Jahrhundert noch große Säugetiere entdeckt werden können, wenn Wissenschaftler auf die Menschen hören, die mit ihnen zusammenleben.