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RNA Barcodes lassen Forscher die Vernetzung des Gehirns kartieren

Forscher der University of Illinois Urbana-Champaign haben eine Methode entwickelt, die die Vernetzung des Gehirns in ein Sequenzierungsproblem verwandelt. Ihre Connectome-seq Technik markiert Neuronen mit RNA Barcodes und liest...

Forscher der University of Illinois Urbana-Champaign haben eine Methode entwickelt, die die Vernetzung des Gehirns in ein Sequenzierungsproblem verwandelt. Ihre Connectome-seq Technik markiert Neuronen mit RNA Barcodes und liest aus, welche Barcodes an Synapsen aufeinandertreffen, um direkte Verbindungen zu enthüllen.

Vom Mikroskop-Marathon zur Sequenzierungs-Karte

Die Kartierung neuronaler Schaltkreise erforderte bisher mühsame Bildgebung und Rekonstruktion. Connectome-seq zielt darauf ab, diese Arbeit zu skalieren, indem molekulare Identifikatoren an Neuronen angebracht, Synapsen isoliert und Barcode-Paare sequenziert werden.

In Maus-Gehirnschaltkreisen kartierte die Methode mehr als 1.000 Neuronen und enthüllte bisher unbekannte Verbindungsmuster. Die langfristige Hoffnung ist, dass solche Werkzeuge zeigen könnten, wie sich Netzwerke bei Krankheiten verändern, bevor Symptome auftreten.

Warum das wichtig ist

Gehirne versagen sowohl durch Schaltkreise als auch durch Zellen. Wenn Wissenschaftler genau sehen können, welche Verbindungen schwächer werden, brechen oder sich neu verdrahten, könnten sie frühere Wege finden, neurodegenerative und psychiatrische Erkrankungen zu verstehen.

Quelle: ScienceDaily

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