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Sägefische in Sri Lanka fast ausgestorben, aber einige Rückzugsorte bleiben

Der Sägefisch, ein Rochen mit einer langen, mit Zähnen besetzten Schnauze, gilt in Sri Lanka inzwischen als funktionell ausgestorben. Das bedeutet, selbst wenn noch einzelne Tiere in den heimischen Gewässern schwimmen, gibt es...

Der Sägefisch, ein Rochen mit einer langen, mit Zähnen besetzten Schnauze, gilt in Sri Lanka inzwischen als funktionell ausgestorben. Das bedeutet, selbst wenn noch einzelne Tiere in den heimischen Gewässern schwimmen, gibt es nicht genug von ihnen, um eine Fortpflanzungspopulation zu bilden. Doch Forscher haben herausgefunden, dass noch nicht alle Hoffnung verloren ist: Einige wenige Rückzugsorte könnten diese uralten Fische noch beherbergen.

Ein starker Rückgang in den Gewässern Sri Lankas

Wissenschaftler aus Sri Lanka und internationalen Institutionen werteten jahrzehntelange Fangaufzeichnungen, Interviews mit Fischern und Feldstudien aus. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Sägefischbestände des Landes zusammengebrochen sind. Der Großzahn-Sägefisch und der Schmalzahn-Sägefisch, die einst in Flussmündungen und Küstengebieten häufig vorkamen, sind fast vollständig verschwunden. Die Hauptursachen: versehentlicher Fang in Fischernetzen, Lebensraumverlust und der hohe Wert ihrer Sägen im illegalen Tierhandel.

Wo Sägefische noch eine Chance haben

Die Studie identifizierte einige Gebiete, in denen Sägefische möglicherweise noch vorkommen. Dazu gehören die Palk Bay, der Golf von Mannar und die Lagunen der Ostküste. Diese Orte bieten relativ intakte Mangrovenwälder und Seegraswiesen, die entscheidende Aufwuchsgebiete für junge Sägefische sind. Lokale Fischer in diesen Gebieten berichteten von gelegentlichen Sichtungen, was den Forschern einen kleinen Hinweis darauf gibt, dass die Art nicht vollständig verschwunden ist.

Warum die lokalen Gemeinschaften aufmerken

Für viele Fischereigemeinschaften in Sri Lanka waren Sägefische einst ein vertrauter Teil des Fangs. Ihr Rückgang ist nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein kultureller Verlust. Fischer erzählten den Forschern, dass sie kaum noch Sägefische sehen, und einige ältere Fischer erinnerten sich daran, dass die Tiere früher häufiger waren. Die Autoren der Studie hoffen, dass durch die Identifizierung der verbleibenden Rückzugsorte die Schutzbemühungen dort gebündelt werden können, etwa durch die Förderung sichererer Fanggeräte und den Schutz kritischer Lebensräume.

Das funktionelle Aussterben der Sägefische in Sri Lanka ist eine deutliche Erinnerung daran, wie schnell eine Art aus den Gewässern eines ganzen Landes verschwinden kann. Doch die Identifizierung einiger weniger Rückzugsorte bietet ein schmales Zeitfenster für Maßnahmen. Ob diese letzten Überlebensinseln bewahrt werden können, hängt davon ab, was als Nächstes in diesen spezifischen Buchten und Lagunen passiert.

Quelle: Mongabay

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