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🇲🇽 Mexiko Wilde Entdeckungen 2 min

Satellit zeigt: Mexiko-Stadt sinkt schneller als erwartet

Mexiko-Stadt sackt ab - stellenweise bis zu 13 Zentimeter pro Jahr. Eine gemeinsame Satellitenmission von NASA und ISRO hat die bislang detaillierteste Karte der unaufhaltsamen Bodenabsenkung der Hauptstadt erstellt und zeigt...

Mexiko-Stadt sackt ab - stellenweise bis zu 13 Zentimeter pro Jahr. Eine gemeinsame Satellitenmission von NASA und ISRO hat die bislang detaillierteste Karte der unaufhaltsamen Bodenabsenkung der Hauptstadt erstellt und zeigt, dass der Boden unter Millionen von Menschen in ungleichmäßigem, alarmierendem Tempo nachgibt.

Der Boden unter einer Megacity gibt nach

Mithilfe von Radardaten des NISAR-Satelliten maßen Wissenschaftler, wie sich die Landoberfläche in Mexiko-Stadt zwischen 2020 und 2023 verschoben hat. Die vom Jet Propulsion Laboratory der NASA veröffentlichte Karte zeigt blaue Flecken, wo die Stadt am schnellsten absinkt - bis zu 13 Zentimeter jährlich. Gelbe und grüne Bereiche sinken langsamer. Der Flughafen, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, liegt in einer der am schnellsten absinkenden Zonen.

Warum die Stadt absinkt - und wer zusieht

Mexiko-Stadt wurde auf einem alten Seebett errichtet. Der weiche Ton darunter neigt seit Langem zur Verdichtung, doch der Haupttreiber ist heute die Grundwasserentnahme. Wenn Bewohner und Industrien Wasser aus unterirdischen Aquiferen pumpen, kollabiert der Boden in sich. Die NISAR-Mission - eine Zusammenarbeit der US-amerikanischen und indischen Raumfahrtbehörden - ist die erste, die diese Absenkung im gesamten Ballungsraum mit solcher Präzision verfolgt. Lokale Behörden und Stadtplaner haben dies zur Kenntnis genommen, weil die Absenkung nicht gleichmäßig ist: Manche Viertel sacken viel schneller ab als andere, was Fundamente reißen, Wasserrohre platzen und die Infrastruktur belasten kann.

Was das für eine bereits unter Druck stehende Stadt bedeutet

Die Satellitendaten liefern Mexiko-Stadt das bislang klarste Bild einer sich langsam entwickelnden Krise. Die Absenkung wird seit Jahrzehnten dokumentiert, doch die neuen Karten zeigen, dass das Problem anhält und räumlich komplex ist. Für die Millionen, die dort leben, verändert sich der Boden unter ihren Häusern und Straßen auf eine Weise, die im Alltag unsichtbar, aber aus dem Weltraum messbar ist. Die NISAR-Mission wird die Überwachung fortsetzen und den Behörden ein Werkzeug an die Hand geben, um zu entscheiden, wo die Grundwasserförderung eingeschränkt oder kritische Bauwerke verstärkt werden müssen. Die Stadt wird nicht verschwinden - aber sie senkt sich, Zentimeter für Zentimeter, in ihre eigene Vergangenheit ab.

Quelle: NASA

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