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🇨🇳 China Wilde Entdeckungen 2 min

Unterseeische Kabel zerstörende Superströmungen sind viel häufiger als gedacht

Wissenschaftler in China haben entdeckt, dass starke Unterwasserströmungen, die Tiefseekabel zerreißen oder vergraben können, viel häufiger auftreten als bisher angenommen. Der Befund stellt lang gehegte Annahmen über die...

Wissenschaftler in China haben entdeckt, dass starke Unterwasserströmungen, die Tiefseekabel zerreißen oder vergraben können, viel häufiger auftreten als bisher angenommen. Der Befund stellt lang gehegte Annahmen über die Stabilität des Meeresbodens und die Sicherheit des globalen Internets in Frage.

Eine verborgene Bedrohung unter den Wellen

Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften analysierten Daten von Instrumenten, die auf dem Meeresboden im Südchinesischen Meer platziert waren. Sie fanden heraus, dass Superströmungen, schnell fließende Wasserbewegungen in der Nähe des Meeresbodens, mit überraschender Häufigkeit auftreten. Diese Strömungen können Sedimente verschieben, Kabel freilegen oder sie vollständig zerreißen. Das Team berichtete, dass solche Ereignisse keine seltenen Anomalien, sondern in bestimmten Regionen regelmäßige Vorkommnisse sind.

Warum das für das weltweite Internet wichtig ist

Mehr als 95 Prozent des globalen Datenverkehrs fließt durch Unterseekabel. Diese Kabel sind das physische Rückgrat des Internets, verbinden Kontinente und transportieren alles von Finanztransaktionen bis zu Videoanrufen. Wenn ein Kabel durch eine Superströmung beschädigt wird, kann das die Kommunikation für Millionen von Menschen stören. Die Reparatur eines Tiefseekabels ist teuer und langsam, erfordert oft spezialisierte Schiffe und Wochen Arbeit.

Die Studie konzentrierte sich auf das Südchinesische Meer, eine Region mit vielen Unterseekabeln. Lokale Behörden und Telekommunikationsunternehmen in China sorgen sich seit langem um Kabelbrüche. Die neuen Daten deuten darauf hin, dass das Risiko höher ist als bisher modelliert. Die Wissenschaftler nutzten akustische Instrumente und Strömungsmesser auf dem Meeresboden, um die Geschwindigkeit und Häufigkeit dieser Strömungen im Laufe der Zeit zu verfolgen.

Ein Weckruf für Kabelplaner

Die Forschung deutet darauf hin, dass Kabelrouten möglicherweise neu bewertet werden müssen. Gebiete, die einst als sicher galten, könnten aktiver sein als angenommen. Die Ergebnisse legen auch nahe, dass der Klimawandel die Ozeanzirkulationsmuster verändern könnte, was Superströmungen möglicherweise noch häufiger macht. Die Studie stellte jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen der erhöhten Häufigkeit und dem Klimawandel her.

Für den Moment ist die Botschaft klar. Der Meeresboden ist kein ruhiger, stabiler Ort. Er ist dynamisch und manchmal gewalttätig. Ingenieure, die neue Kabel verlegen, werden bessere Daten benötigen, um die gefährlichsten Zonen zu vermeiden. Das globale Netzwerk unter dem Meer ist verletzlicher, als die Welt wusste.

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