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🇪🇸 Spanien Wilde Entdeckungen 2 min

Warum Afrikas Megaherbivoren verschwanden: Eine neue Erklärung

Die größten Tiere, die je über die Erde liefen, die Megaherbivoren Afrikas, verschwanden nicht, weil sie besonders anfällig für das Aussterben waren. Eine neue Studie spanischer Forschungseinrichtungen zeigt, dass ihr Rückgang...

Die größten Tiere, die je über die Erde liefen, die Megaherbivoren Afrikas, verschwanden nicht, weil sie besonders anfällig für das Aussterben waren. Eine neue Studie spanischer Forschungseinrichtungen zeigt, dass ihr Rückgang über Millionen von Jahren eine andere, subtilere Ursache hatte: Sie hörten einfach auf, neue Arten hervorzubringen.

Eine Diversitätskrise, keine Aussterbekrise

Forscher des Nationalmuseums für Naturwissenschaften (MNCN-CSIC), des Nationalen Forschungszentrums für menschliche Evolution (CENIEH) und der Universität Alcalá analysierten den Fossilienbestand afrikanischer Megaherbivoren, Tiere, die über eine Tonne wiegen, wie Elefanten und Flusspferde. Sie fanden heraus, dass der Verlust an Vielfalt in dieser Gruppe nicht durch eine höhere Aussterberate verursacht wurde. Stattdessen war die Rate, mit der neue Arten entstanden, die Artbildungsrate, außergewöhnlich niedrig. Das bedeutete, dass, selbst wenn einige Arten auf natürliche Weise ausstarben, wenige oder keine neuen entstanden, um ihren Platz einzunehmen, was zu einem langfristigen Rückgang ihrer Anzahl und Vielfalt führte.

Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stellt eine lange gehegte Annahme in Frage, dass große Tiere einfach anfälliger für das Aussterben sind. Die Forscher betrachteten die gesamte Geschichte dieser Kreaturen und fanden heraus, dass ihr Evolutionsbaum weniger Zweige hatte als erwartet. Das Problem war nicht, dass die Zweige schneller abbrachen, sondern dass selten neue Zweige sprossen.

Warum die lokale Bevölkerung es betreffen sollte

Dieses Ergebnis ist weit über akademische Kreise hinaus von Bedeutung. Megaherbivoren sind als Ökosystemingenieure bekannt, weil ihre Fress- und Bewegungsgewohnheiten die Landschaften um sie herum formen. Sie fällen Bäume, schaffen Wasserlöcher und verbreiten Samen, was die Umwelt für unzählige andere Arten beeinflusst. Zu verstehen, warum ihre Vielfalt im Laufe der Zeit geschrumpft ist, hilft Wissenschaftlern vorherzusagen, wie aktuelle Populationen auf zukünftige Veränderungen reagieren könnten. Für Menschen, die heute in Afrika leben, wo Elefanten und Flusspferde noch immer umherstreifen, bietet diese Forschung eine tiefere Perspektive auf die Zerbrechlichkeit dieser ikonischen Tiere. Sie legt nahe, dass ihre Erholung und ihr Überleben nicht nur vom Schutz bestehender Individuen abhängen könnten, sondern auch von der Förderung von Bedingungen, die evolutionäre Innovation ermöglichen könnten, ein Prozess, der auf Zeitskalen abläuft, die weit länger sind als ein Menschenleben.

Die Autoren der Studie betonen, dass der Rückgang der Megaherbivoren eine Geschichte verpasster Gelegenheiten ist, nicht katastrophaler Massensterben. Die niedrige Artbildungsrate, möglicherweise verbunden mit ihrer langsamen Fortpflanzung und langen Lebensspanne, bedeutete, dass sie nicht mit Umweltveränderungen Schritt halten konnten. Diese neue Sicht auf ihre Vergangenheit bietet ein klareres Bild ihrer gegenwärtigen Verletzlichkeit und der besonderen Herausforderungen, denen sie in einer sich schnell verändernden Welt gegenüberstehen.

Quelle: Phys.org

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