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Wasser und Staub nahe dem Schwarzen Loch der Milchstraße entdeckt

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat Wasser und Staub entdeckt, die um einen Stern wirbeln, der gefährlich nah am supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum unserer Milchstraße liegt. Dies ist das erste Mal, dass Wasser in der...

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat Wasser und Staub entdeckt, die um einen Stern wirbeln, der gefährlich nah am supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum unserer Milchstraße liegt. Dies ist das erste Mal, dass Wasser in der Hülle eines Sterns so nahe an einem solchen Gravitationsmonster nachgewiesen wurde, und es deutet darauf hin, dass die Bausteine von Planeten selbst in den rauesten kosmischen Nachbarschaften entstehen können.

Ein Stern am Rande des Abgrunds

Der Stern, bekannt als IRS 3, befindet sich nur 0,55 Lichtjahre von Sagittarius A* entfernt, dem Schwarzen Loch, das unsere Galaxie verankert. Er befindet sich in der asymptotischen Riesenzweigphase, einem späten Stadium des Sternenlebens, in dem Sterne zu riesigen, kühlen, leuchtenden Körpern anschwellen und durch starke Winde Gas abgeben. Dieses abgestoßene Material ist eine wichtige Quelle für kosmischen Staub, aber Astronomen waren sich nicht sicher, ob solcher Staub so nahe an der intensiven Strahlung eines Schwarzen Lochs überleben kann.

Mit Webbs Mid-Infrared Instrument (MIRI) analysierte ein internationales Team unter der Leitung von Florian Peißker von der Universität zu Köln in Deutschland das Infrarotlicht des Sterns. Sie fanden deutliche Signaturen von sauerstoffreichem Silikatstaub und zum ersten Mal Wasser in der umgebenden Hülle des Sterns. Die Entdeckung zeigt, dass entwickelte Sterne selbst unter extremen Bedingungen weiterhin die Rohstoffe für zukünftige Sterne und Planeten produzieren können.

Eine überraschende chemische Identität

IRS 3 ist seit langem als eine der hellsten mittleren Infrarotquellen im galaktischen Zentrum bekannt, dank seiner riesigen staubigen Hülle. Frühere Studien deuteten darauf hin, dass er kohlenstoffreich sein könnte, aber die neuen Webb-Daten erzählen eine andere Geschichte. Das Teleskop erfasste zwei starke Infrarotsignaturen von Silikatstaub, der aus Silizium und Sauerstoff besteht, und identifizierte IRS 3 als sauerstoffreichen entwickelten Stern.

„Diese Entdeckung war dank Webbs hochleistungsfähiger Infrarotinstrumente möglich“, sagte Macarena Garcia Marin von der ESA, eine Mitautorin der Studie. „Dies ist das erste Mal, dass ein kontinuierliches mittleres Infrarotspektrum für diesen Stern gesammelt wurde, was es uns ermöglicht, die Merkmale des Silikatstaubs zu erkennen und die wahre chemische Identität des Sterns aufzudecken.“ Das Team kombinierte das Spektrum mit Simulationen, wie Licht durch verschiedene Materialien reist, um die Entdeckung zu bestätigen.

Warum dies für das kosmische Recycling wichtig ist

Galaktische Zentren gehören zu den extremsten Umgebungen im Universum, und zu verstehen, ob Sterne dort ihre Umgebung anreichern können, ist entscheidend dafür, wie Materie durch Galaxien zirkuliert. Die neuen Beobachtungen, veröffentlicht in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics, liefern die detaillierteste mittlere Infrarotansicht von IRS 3 und zeigen, dass die Staubproduktion selbst in der Nähe eines supermassereichen Schwarzen Lochs widerstandsfähig bleibt.

Für lokale Astronomen und Weltraumbegeisterte ist dies eine Erinnerung daran, dass das Herz der Milchstraße nicht nur eine zerstörerische Leere ist, sondern auch ein Ort, an dem Schöpfung noch stattfinden kann. Das Wasser und der Staub um IRS 3 könnten eines Tages Teil neuer Sterne oder Planeten werden und beweisen, dass selbst am Rande eines Schwarzen Lochs die Zutaten für Leben bestehen bleiben können.

Quelle: ESA

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