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🇨🇳 China Wilde Entdeckungen 2 min

324 Millionen Jahre alter Fossil zeigt amphibische erste Schritte der Insekten

Ein neu entdecktes, 324 Millionen Jahre altes Fossil legt nahe, dass Insekten das Land nicht in einem einzigen dramatischen Sprung eroberten, sondern Millionen von Jahren in einer semi-aquatischen, amphibischen Phase verbrachten...

Ein neu entdecktes, 324 Millionen Jahre altes Fossil legt nahe, dass Insekten das Land nicht in einem einzigen dramatischen Sprung eroberten, sondern Millionen von Jahren in einer semi-aquatischen, amphibischen Phase verbrachten. Die uralte Art, benannt Chosha praecursor, trug noch paddelartige Bauchglieder, ein Relikt ihrer aquatischen Vorfahren. Dieser Fund, veröffentlicht in Nature am 26. August, füllt eine kritische Lücke im Verständnis, wie Insekten zur artenreichsten Tiergruppe der Erde wurden.

Eine Fossilbrücke zwischen Wasser und Land

Das Fossil wurde von einem internationalen Team unter der Leitung von Prof. Chenyang Cai vom Nanjing Institute of Geology and Paleontology der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (NIGPAS) und Erik Tihelka, einem gemeinsamen Doktoranden der University of Cambridge, identifiziert. Die Forscher untersuchten auch rätselhafte Stamm-Insektenfossilien aus den frühdevonischen Chert-Ablagerungen Großbritanniens und der Mazon-Creek-Biota des späten Karbons in den USA. Zusammen liefern diese Exemplare direkte Beweise, dass der Übergang vom aquatischen zum terrestrischen Leben allmählich und nicht abrupt war.

Schließung einer 80-Millionen-Jahre-Lücke

Molekulare Uhren-Studien haben lange nahegelegt, dass Sechsfüßer sich von ihren marinen Krebstier-Verwandten trennten und bereits im Kambrium-Ordovizium begannen, sich an Land anzupassen. Der Fossilbericht war jedoch unvollständig. Unbestrittene Körperfossilien von Sechsfüßern erscheinen erstmals im frühdevonischen Rhynie Chert vor etwa 405 Millionen Jahren, aber klar erkennbare Insektenfossilien werden erst im späten Karbon häufig. Dies hinterlässt eine etwa 80 Millionen Jahre lange Lücke im Fossilbericht, wobei Zwischenschritte äußerst selten sind.

Chosha praecursor, datiert aus dem späten Mississippium, hilft, diese Lücke zu überbrücken. Seine paddelartigen Bauchglieder sind ein klares Zeichen, dass frühe Insekten Merkmale ihrer aquatischen Vorfahren beibehielten und modifizierten, anstatt sie über Nacht zu verwerfen. Dies stellt langjährige Vorstellungen darüber in Frage, wie sich der Körperbau der Insekten entwickelte und wie Vorfahren der Panzerkrebse den Übergang an Land schafften.

Die Forscher arbeiteten mit Kollegen aus den USA, Spanien und anderen Ländern zusammen. Die Studie wurde am 26. August 2026 in Nature veröffentlicht.

Warum dies für das Verständnis des Lebens an Land wichtig ist

Der Aufstieg komplexer Ökosysteme an Land war ein wichtiger Wendepunkt in der Geschichte des Lebens. Als Organismen sich über die Ozeane hinaus ausbreiteten, wurden terrestrische Umgebungen Heimat zunehmend vielfältiger Gemeinschaften. Insekten wurden schließlich zentral für diese Ökosysteme, aber wichtige Teile ihres frühen Übergangs vom Wasser zum Land blieben unklar. Dieses Fossil liefert den ersten direkten Beweis, dass der Wandel ein langer, amphibischer Prozess war, kein plötzliches Ereignis.

Die Entdeckung von Chosha praecursor bietet ein greifbares Glied in der Evolutionskette und zeigt, wie frühe Insekten sich allmählich an das Landleben anpassten. Sie unterstreicht auch die Bedeutung von Fossilien bei der Überprüfung von Molekularuhren-Vorhersagen. Die Ergebnisse schließen nicht nur eine Lücke im Fossilbericht, sondern verändern auch unser Verständnis davon, wie eine der erfolgreichsten Tiergruppen des Planeten das Land dominieren konnte.

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