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🇩🇪 Deutschland Kosmische Wache 2 min

BepiColombo beginnt riskante Ankunft am Merkur nach 8 Jahren

Nach acht Jahren Reise steht die Raumsonde BepiColombo endlich kurz vor dem Merkur. Am 3. September 2026 beginnt die Mission eine der schwierigsten Ankunftssequenzen, die die ESA je versucht hat. Der erste Schritt ist eine...

Nach acht Jahren Reise steht die Raumsonde BepiColombo endlich kurz vor dem Merkur. Am 3. September 2026 beginnt die Mission eine der schwierigsten Ankunftssequenzen, die die ESA je versucht hat. Der erste Schritt ist eine Trennung, die perfekt gelingen muss, und die Agentur lädt die Welt ein, live dabei zu sein.

Eine kritische Trennung nach acht Jahren gemeinsam

BepiColombo ist eine gemeinsame Mission von ESA und JAXA, der japanischen Raumfahrtagentur. Sie besteht aus drei Teilen: dem Mercury Transfer Module, das die Reise angetrieben hat, und zwei Wissenschaftsorbitern. Acht Jahre lang sind diese Teile als ein gestapeltes Raumschiff gereist. Am 3. September wird sich das Transfermodul von den beiden Orbitern trennen. Dies ist der erste große Schritt in der Ankunftssequenz.

Die Trennung erfolgt, während sich das Raumschiff in der Nähe des Merkur befindet. Das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum in Darmstadt, Deutschland, wird die Operation überwachen. Die ESA wird das Ereignis ab 13:45 Uhr MESZ live streamen. Zuschauer können auf YouTube oder LinkedIn zuschauen. Die Übertragung umfasst Live-Bilder aus dem Hauptkontrollraum und Expertenkommentare von ESA- und JAXA-Spezialisten.

Was nach der Trennung passiert

Nach der Trennung des Transfermoduls fliegen die beiden Orbiter weiter zusammen. Im November werden sie als Paar in eine Umlaufbahn um den Merkur eintreten. Dann, im Dezember, werden sie sich voneinander trennen. Die wissenschaftlichen Operationen sollen im April 2026 beginnen. Doch davor warten die Teams auf der Erde auf ein Signal von der Raumsonde. Sie müssen bestätigen, dass die Trennung gut verlaufen ist und dass die Raumsonde gesund ist.

Zum Merkur zu gelangen ist schwer, aber anzukommen ist noch schwerer. Die Schwerkraft des Planeten und die Anziehungskraft der Sonne machen den Orbitaleintritt knifflig. Diese Mission wurde entwickelt, um diese Herausforderung zu bewältigen. Die Trennung am 3. September ist nur der Beginn eines mehrstufigen Prozesses, der Monate dauern wird.

Der Livestream ist nicht nur für Weltraumfans. Er ist eine Gelegenheit, ein echtes Missionskontrollteam bei der Arbeit in einem kritischen Moment zu sehen. Die Teams in Darmstadt haben jahrelang dafür trainiert. Jetzt kann die Welt zusehen, wie sie den ersten Schritt machen, um zwei Orbiter um den sonnennächsten Planeten zu bringen.

Quelle: ESA Science

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