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Britische Männer mit Herzkrankheit haben höheres Krebsrisiko

Männer im Vereinigten Königreich, die an einer Herzkrankheit leiden, entwickeln deutlich häufiger Krebs und sterben häufiger daran, so eine neue Analyse, die die Annahme stützt, dass beide Erkrankungen gemeinsame biologische Wege...

Männer im Vereinigten Königreich, die an einer Herzkrankheit leiden, entwickeln deutlich häufiger Krebs und sterben häufiger daran, so eine neue Analyse, die die Annahme stützt, dass beide Erkrankungen gemeinsame biologische Wege teilen.

Das Ergebnis stammt aus einer großen Auswertung von Gesundheitsdaten, die Tausende britische Männer umfasst, und es hielt auch dann stand, wenn gemeinsame Risikofaktoren wie Rauchen und Alter berücksichtigt wurden. Die Forscher sagten, das erhöhte Risiko sei nicht trivial, und es deute darauf hin, dass die Herzkrankheit selbst ein unabhängiger Marker für die Anfälligkeit für Krebs sein könnte.

Ein verstecktes Bindeglied zwischen zwei Haupttodesursachen

Die Studie verfolgte Männer mit diagnostizierter Herz-Kreislauf-Erkrankung, einschließlich koronarer Herzkrankheit und Herzinsuffizienz, und verglich ihre Krebsergebnisse mit denen von Männern ohne Herzkrankheit. Im Nachbeobachtungszeitraum hatte die Gruppe mit Herzkrankheit eine deutlich höhere Krebsinzidenz, und ihre Chancen, an Krebs zu sterben, waren ebenfalls erhöht.

Das Muster war über mehrere Krebsarten hinweg konsistent, wobei die stärksten Assoziationen bei Lungen- und Leberkrebs auftraten. Die Forscher betonten, dass der Zusammenhang nicht beweist, dass Herzkrankheit Krebs verursacht, aber er weist auf gemeinsame Mechanismen wie chronische Entzündung, oxidativen Stress oder gemeinsame genetische Veranlagungen hin.

Warum britische Männer dies beachten sollten

Die Studie stützte sich auf Daten der UK Biobank, einer langfristigen Gesundheitsressource, die seit Jahren eine halbe Million Briten verfolgt. Die Männer in der Analyse waren meist mittleren Alters oder älter, und viele hatten zu Beginn des Beobachtungszeitraums mindestens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Lokale Gesundheitsexperten sagten, die Ergebnisse sollten zu einer engeren Überwachung des Krebsrisikos bei Herzpatienten ermutigen. Sie stellten fest, dass Männer mit Herzkrankheit bereits regelmäßig Ärzte aufsuchen, was eine Gelegenheit für eine frühere Krebserkennung und Prävention bietet. Die Forscher forderten auch weitere Studien, um zu bestimmen, ob eine aggressive Behandlung der Herzkrankheit das Krebsrisiko senken könnte.

Die Ergebnisse wurden in einer Fachzeitschrift mit Peer-Review veröffentlicht und stießen sowohl bei Kardiologen als auch bei Onkologen auf Interesse. Für den Moment ist die Botschaft für Patienten klar: Ein gesundes Herz könnte mit einem geringeren Krebsrisiko verbunden sein, und Männer mit Herzkrankheit sollten bei der Krebsvorsorge wachsam bleiben.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Wissenschaftler eine Verbindung zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs beobachtet haben, aber die Größe und Dauer dieser britischen Studie machen sie zu einem der überzeugendsten Beweisstücke bisher. Sie verstärkt die wachsende Ansicht, dass die großen chronischen Erkrankungen des Körpers keine isolierten Silos sind, sondern oft gemeinsam auftreten, und dass die Behandlung der einen helfen könnte, die andere zu verhindern.

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