China hat einen leistungsstarken neuen Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen, der Atome zertrümmern kann, um ihre innersten Geheimnisse zu enthüllen. Die Maschine in der Stadt Huizhou in der Provinz Guangdong soll die Struktur der Materie auf einer Skala untersuchen, die kleiner ist als der Atomkern.
Eine Maschine, die in den Atomkern blickt
Der Beschleuniger heißt High Intensity Heavy Ion Accelerator Facility, kurz HIAF. Er schießt Strahlen schwerer Ionen, also Atome ohne ihre Elektronen, mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ab. Wenn diese Ionen auf ein Ziel treffen, zerbrechen sie und setzen Teilchen frei, die Wissenschaftler untersuchen können. Das Ziel ist zu verstehen, wie Atomkerne aufgebaut sind und wie sie sich unter extremen Bedingungen verhalten.
Warum lokale Forscher genau hinschauen
Das Projekt wurde von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften gebaut und ist eine der fortschrittlichsten Anlagen ihrer Art weltweit. Forscher in China und im Ausland sind begierig darauf, sie für Experimente zu nutzen, die Licht auf die Kräfte werfen könnten, die die Materie zusammenhalten. Für Wissenschaftler in der Region stellt der Beschleuniger einen großen Sprung in der Fähigkeit des Landes dar, hochmoderne Kernphysikforschung zu betreiben, ohne auf ausländische Anlagen angewiesen zu sein.
Was der Beschleuniger als Nächstes tun wird
HIAF soll in den kommenden Jahren eine Reihe von Experimenten durchführen. Wissenschaftler planen, damit exotische Materieformen zu erzeugen, die auf der Erde natürlicherweise nicht vorkommen. Sie hoffen auch, die Eigenschaften von Neutronensternen zu untersuchen, die zu den dichtesten Objekten im Universum gehören. Die gesammelten Daten könnten helfen, grundlegende Fragen zur Entstehung der Elemente und zur Natur der starken Kernkraft zu beantworten.
Chinas neuer Atomzertrümmerer ist jetzt betriebsbereit und bereit, die Grenzen des menschlichen Wissens zu erweitern. Er reiht sich in eine kleine Gruppe von Spitzenanlagen weltweit ein, die ins Herz des Atoms vordringen können. Was er dort findet, könnte unser Verständnis der physikalischen Welt neu gestalten.