In Australien und Papua-Neuguinea wurden drei neue Arten von Fangschrecken entdeckt, die etwas Ungewöhnliches tun: Sie drücken ihren Körper flach gegen die Baumrinde wie ein Brett. Die Insekten gehören zur Gattung Kongobatha und wurden in tropischen Regenwäldern im nördlichen Queensland und auf der Insel Neuguinea gefunden.
Ein bizarrer Verstecktrick, der wie ein Brett aussieht
Diese Fangschrecken pressen ihre langen, schlanken Körper flach gegen Baumstämme und Äste. Auch ihre Beine liegen flach an der Rinde an. Die Pose macht sie nahezu unsichtbar. Wissenschaftler nennen dieses Verhalten Planking. Es ist eine seltene Form der Tarnung unter Fangschrecken, von denen die meisten darauf setzen, wie Blätter oder Stöcke auszusehen.
Die drei neuen Arten heißen Kongobatha planking, Kongobatha papua und Kongobatha spinosistyla. Der erste Name wurde wegen der auffälligen Haltung des Insekts gewählt. Die Forscher beschrieben sie in einer Studie, die in der Fachzeitschrift Zootaxa veröffentlicht wurde.
Wo die Insekten gefunden wurden und wer sie identifiziert hat
Der australische Biologe Matthew Connors leitete die Forschung. Er sammelte Exemplare während Feldreisen in Queensland und Papua-Neuguinea. Die Fangschrecken leben in Tiefland- und Bergregenwäldern. Einheimische in diesen Regionen sind den Insekten wahrscheinlich schon begegnet, aber ihr Planking-Verhalten war bis jetzt nicht offiziell dokumentiert.
Connors und sein Team untersuchten Museumsstücke und neue Feldproben. Sie nutzten körperliche Merkmale wie Körperform und Genitalstruktur, um die Arten zu unterscheiden. Die Arbeit dauerte mehrere Jahre, weil die Fangschrecken klein und schwer zu entdecken sind.
Warum diese Entdeckung für die Region wichtig ist
Für die Bewohner Nordaustraliens und Papua-Neuguineas erweitern die neuen Arten die bekannte Biodiversität ihrer Regenwälder. Diese Wälder gehören zu den ältesten der Erde. Die Entdeckung einer neuen Tarnungsverhaltensweise hilft Wissenschaftlern auch zu verstehen, wie Insekten evolvieren, um Fressfeinden zu entkommen.
Die Fangschrecken gehören zu einer Gruppe, die bisher wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Connors sagte, die Entdeckung zeige, wie viel in tropischen Ökosystemen noch unbekannt sei. Die drei neuen Arten erhöhen die Gesamtzahl der beschriebenen Kongobatha-Fangschrecken auf fünf.