Eine Galaxie 77 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist so voller Sterne, dass ihr Kern gelb und ihre Ränder blassblau leuchten. Das Hubble-Weltraumteleskop der NASA hat ein neues Bild von NGC 3137 aufgenommen, einer Spiralgalaxie im südlichen Sternbild Antlia. Das Bild zeigt eine geneigte Scheibe aus Sternen, Staub und Gas, die das Bild von Ecke zu Ecke ausfüllt.
Eine Galaxie mitten in der Sternentstehung
NGC 3137 ist das, was Astronomen eine mittlere Spiralgalaxie nennen. Ihr Zentrum ist hell und gelblich, Heimat älterer, kühlerer Sterne. Weiter außen wird die Scheibe blassblau, wo heißere, jüngere Sterne brennen. Dünne braune Staubwolken ziehen sich durch die Spiralarme. Rosa Flecken markieren Regionen, in denen neue Sterne geboren werden. Funkelnde blaue Haufen junger Sterne tupfen die Galaxie wie Pailletten.
Was das Hubble-Bild zeigt
Das Hubble-Team veröffentlichte das Bild im Rahmen einer laufenden Durchmusterung naher Galaxien. Das scharfe Auge des Teleskops erkennt Details, die für bodengebundene Observatorien unsichtbar sind. Hinter NGC 3137 sind winzige orange Flecken keine Sterne, sondern ganze Galaxien, die viel weiter entfernt sind. Das Bild gibt Wissenschaftlern einen klaren Blick darauf, wie sich Gas und Staub in den Armen sammeln, die eine Spiralgalaxie definieren.
Warum das für Astronomen wichtig ist
Für Forscher, die untersuchen, wie Galaxien sich entwickeln, bietet NGC 3137 ein nahes Beispiel einer häufigen, aber komplexen Struktur. Spiralgalaxien wie diese und unsere eigene Milchstraße machen einen großen Teil der Galaxien im Universum aus. Zu verstehen, wie ihre Arme entstehen und wie in ihnen Sterne zünden, hilft, den Lebenszyklus von Galaxien zusammenzusetzen. Das Hubble-Weltraumteleskop, ein gemeinsames Projekt der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation, liefert diese Ansichten weiterhin mehr als drei Jahrzehnte nach seinem Start.
Dieses Bild ist eine weitere Erinnerung daran, dass das Universum voller Orte ist, an denen noch Sterne geboren werden.