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🌍 Island Durchbrüche 1 min

Meeresboden in Echtzeit aufgerissen erstmals beobachtet

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler zugesehen, wie sich der Meeresboden selbst aufreißt. Das Ereignis ereignete sich entlang eines mittelozeanischen Rückens nahe Island, wo sich der Meeresboden um mehrere Meter ausdehnte und...

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler zugesehen, wie sich der Meeresboden selbst aufreißt. Das Ereignis ereignete sich entlang eines mittelozeanischen Rückens nahe Island, wo sich der Meeresboden um mehrere Meter ausdehnte und Lava in Echtzeit ausströmte.

Ein Riss im Planeten, den Wissenschaftler endlich sehen konnten

Mittelozeanische Rücken sind die längsten Gebirgsketten der Erde, und sie spalten sich ständig, wenn tektonische Platten auseinanderdriften. Aber niemand hatte den Prozess je beobachtet, während er ablief. Ein Forscherteam hielt den Moment mit einer Kombination aus Meeresbodeninstrumenten, seismischen Daten und Unterwasserkartierung fest. Der Rücken verbreiterte sich in einem einzigen Ereignis um Meter, nicht allmählich, wie viele Modelle angenommen hatten.

Lava, Bewegung und ein Fenster in die Funktionsweise der Erde

Der Riss setzte große Lavamengen frei, die sich über den Meeresboden ausbreiteten. Die Instrumente zeichneten auf, wie sich der Boden verschob, aufbrach und dann mit geschmolzenem Gestein füllte. Die Beobachtungen fanden entlang des Reykjanes-Rückens südwestlich von Island statt, einer Region, in der die Nordamerikanische und die Eurasische Platte auseinanderdriften. Lokale Wissenschaftler und Fischereigemeinden interessieren sich seit langem für das Gebiet, weil vulkanische Aktivität dort die Meeresbedingungen und die Navigation beeinflussen kann.

Was das für das Verständnis des Planeten bedeutet

Der Fund stellt lang gehegte Vorstellungen darüber in Frage, wie Meeresbodenausbreitung abläuft. Statt langsamer, stetiger Bewegung scheint sich der Rücken in plötzlichen, dramatischen Schüben zu öffnen. Diese direkte Beobachtung war nur möglich dank eines dichten Netzwerks von Sensoren, die auf dem Meeresboden platziert waren. Die Daten geben Forschern ein klareres Bild der Kräfte, die die Erdkruste formen und vulkanische Aktivität unter dem Meer antreiben.

Quelle: Nature News

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