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Ozonloch Reparatur könnte globalen Regen aus ewigen Chemikalien ausgelöst haben

Ein globaler Regen unsichtbarer ewiger Chemikalien geht auf jedem Kontinent nieder, die unbeabsichtigte Folge des erfolgreichsten Umweltabkommens der Welt. Neue Forschung der Lancaster University in Großbritannien zeigt, dass...

Ein globaler Regen unsichtbarer ewiger Chemikalien geht auf jedem Kontinent nieder, die unbeabsichtigte Folge des erfolgreichsten Umweltabkommens der Welt. Neue Forschung der Lancaster University in Großbritannien zeigt, dass Chemikalien, die ozonschädigende FCKW ersetzen sollten, seit 2000 mehr als 335.000 Tonnen Trifluoressigsäure (TFA) erzeugt haben. Dieser persistente Schadstoff taucht nun in Regenwasser, Boden und sogar in entlegenem arktischem Eis auf.

Die Lösung, die ein neues Problem schuf

Als das Montreal Protokoll Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) auslaufen ließ, griffen Hersteller auf Hydrochlorfluorkohlenwasserstoffe (HFCKW) und Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW) für Kühlung und Klimaanlagen zurück. Diese F Gase schädigen die Ozonschicht nicht. Aber die Studie, veröffentlicht in Geophysical Research Letters, fand heraus, dass wenn diese Ersatzchemikalien in der Atmosphäre zerfallen, sie TFA produzieren. Bestimmte Anästhesiegase tragen ebenfalls bei. TFA gehört zur PFAS Familie der ewigen Chemikalien, was bedeutet, dass es nicht natürlich abgebaut wird und jahrhundertelang in der Umwelt bestehen bleiben kann.

Wohin die Verschmutzung geht

Das Forschungsteam nutzte chemische Transportmodellierung, um zu verfolgen, wie diese Substanzen durch die Luft wandern, reagieren und schließlich zur Erde zurückfallen. Sie berechneten, dass zwischen 2000 und 2022 etwa 335.500 Tonnen TFA auf dem Planeten abgelagert wurden. Da einige der Ausgangschemikalien jahrzehntelang in der Atmosphäre verbleiben, wird erwartet, dass die TFA Werte weiter steigen. Wissenschaftler schätzen, dass die jährliche TFA Produktion aus diesen Quellen irgendwann zwischen 2025 und 2100 ihren Höhepunkt erreichen könnte. Der Schadstoff wurde bereits in menschlichem Blut und Urin nachgewiesen.

Warum lokale Gemeinschaften aufpassen sollten

Für Menschen, die irgendwo auf der Erde leben, ist dies kein entferntes Problem. TFA fällt überall im Regen, auch in Regionen fern von Industriequellen. Die Europäische Chemikalienagentur stuft TFA als schädlich für Wasserorganismen ein. Das deutsche Bundesamt für Chemikalien hat kürzlich vorgeschlagen, es als potenziell giftig für die menschliche Fortpflanzung einzustufen. Einige Behörden sagen, dass die aktuellen Umweltwerte unter den Schwellenwerten bleiben, von denen erwartet wird, dass sie Menschen schaden. Aber weil TFA sich anreichert und extrem schwer zu entfernen ist, warnen Wissenschaftler, dass die langfristigen Folgen noch unbekannt sind.

Diese Studie zeigt, dass die Lösung einer Umweltkrise leise eine andere schaffen kann. Die Chemikalien, die halfen, die Ozonschicht zu heilen, könnten ein ewiges Chemikalienproblem ausgelöst haben, das die Kühlschränke und Klimaanlagen, für die sie entwickelt wurden, überdauern wird.

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