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🌍 Palau Wilde Entdeckungen 2 min

Rattenentfernung auf Ulong Island löst schnelle Erholung an Land und im Meer aus

Auf einer kleinen Insel in Palau hat die Beseitigung von Ratten nicht nur einheimische Vögel geschützt. Sie löste eine Kaskade der Erholung aus, die bis zu den Korallenriffen vor der Küste reichte. Forscher fanden heraus, dass...

Auf einer kleinen Insel in Palau hat die Beseitigung von Ratten nicht nur einheimische Vögel geschützt. Sie löste eine Kaskade der Erholung aus, die bis zu den Korallenriffen vor der Küste reichte.

Forscher fanden heraus, dass sich das Land und das Meer ein Jahr nach der Entfernung invasiver Ratten von Ulong Island auf eine Weise erholten, die sie nicht erwartet hatten.

Ein einziger Schädling würgte das Leben der Insel ab

Ulong Island, Teil der Rock Islands von Palau, war jahrzehntelang von Ratten überrannt. Die Nagetiere fraßen Samen, zerstörten Pflanzen und jagten Eier und Küken von Seevögeln. Mit weniger Seevögeln gelangte weniger Vogelkot in den Boden, was bedeutete, dass weniger Nährstoffe in die umliegenden Gewässer gespült wurden.

Im Jahr 2023 führten Naturschutzgruppen unter der Leitung von Island Conservation und Partnern, darunter die palauische Regierung und OneReef, ein Rattenausrottungsprogramm durch. Sie setzten Hubschrauber ein, um Köder über der Insel abzuwerfen. Bis 2024 waren die Ratten verschwunden.

Pflanzen, Seevögel und Fische erholten sich alle

Innerhalb eines Jahres waren die Veränderungen sichtbar. Einheimische Pflanzen wie der Strandkohl und die Seetrompete begannen sich auszubreiten. Seevögel, darunter der Braune Noddi und der Schwarze Noddi, kehrten in größerer Zahl zurück, um zu nisten. Ihr stickstoffreicher Guano gelangte wieder in den Boden und floss ins Meer.

Dieser Nährstoffschub half Algen und winzigen Organismen in der Nähe des Riffs. Pflanzenfressende Fische wie Papageienfische und Doktorfische nahmen an Zahl zu. Ihre Beweidung hielt das Riff sauber und half den Korallen, gesund zu bleiben. Die Forscher maßen einen Anstieg der Biomasse pflanzenfressender Fische um 12 Prozent und einen Anstieg der Korallenbedeckung um 16 Prozent in den Gewässern nahe der rattenfreien Insel.

Warum die lokalen Gemeinschaften aufmerksam wurden

Für die Palauer ist Ulong Island nicht nur ein Touristenziel. Es ist ein Ort, der mit traditionellem Fischfang und kulturellen Praktiken verbunden ist. Das Riff, das die Insel umgibt, beherbergt Fische, auf die die lokale Bevölkerung angewiesen ist. Zu sehen, wie sich das Riff nach der Rattenentfernung so schnell verbesserte, gab den Gemeinschaften einen greifbaren Grund, weitere Ausrottungsbemühungen auf anderen Inseln zu unterstützen.

Das Projekt zeigte auch, dass invasive Arten an Land Meeresökosysteme auf eine Weise schädigen können, die nicht immer offensichtlich ist. Die Entfernung der Ratten schützte nicht nur die Vögel. Sie stellte einen Nährstoffkreislauf wieder her, der das Riff ernährte.

Eine schnelle Lösung mit dauerhaften Wirkungen

Der Fall Ulong Island ist eine der schnellsten dokumentierten Erholungen nach einer Rattenausrottung. Die meisten ähnlichen Projekte brauchen Jahre, um messbare Ergebnisse zu zeigen. Hier reagierte das Ökosystem innerhalb von Monaten.

Wissenschaftler warnen, dass nicht jede Insel gleich reagieren wird. Aber die Ergebnisse bieten ein klares Beispiel dafür, wie die Entfernung einer einzigen invasiven Art eine Kette positiver Effekte sowohl an Land als auch im Meer auslösen kann.

Quelle: Mongabay

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