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Südafrikanische Schule kocht mit Biogas aus Kuhdung

An der Tiyani Secondary School im ländlichen Südafrika wird der Mittagseintopf jetzt mit Gas aus Kuhdung gekocht. Die Schule installierte einen Biogas-Digester, der Mist in Kochbrennstoff verwandelt, eine Premiere für die Region...

An der Tiyani Secondary School im ländlichen Südafrika wird der Mittagseintopf jetzt mit Gas aus Kuhdung gekocht. Die Schule installierte einen Biogas-Digester, der Mist in Kochbrennstoff verwandelt, eine Premiere für die Region und eine überraschende Lösung für steigende Energiekosten.

Ein Digester verwandelt Abfall in eine tägliche Flamme

Das System funktioniert einfach: Kuhdung wird in einen versiegelten Tank gefüllt, wo Bakterien ihn zersetzen und Methangas freisetzen. Dieses Gas wird in die Schulküche geleitet, wo es die Herde für Hunderte von Mahlzeiten pro Tag antreibt. Der übrig gebliebene Schlamm wird ebenfalls genutzt. Er wird auf dem Gemüsefeld der Schule verteilt und hilft, genau das Gemüse anzubauen, das in diesen Töpfen landet.

Warum die Schule umgestellt hat

Die Tiyani Secondary School liegt in der Provinz Limpopo, einer Region, in der viele Haushalte zum Kochen Holz oder Kohle verwenden. Die Schule kaufte früher teures Gas und kämpfte mit unzuverlässiger Lieferung. Jetzt, da Rinder von nahegelegenen Bauernhöfen eine stetige Quelle von Mist liefern, hat die Schule ihre Brennstoffkosten gesenkt und muss sich keine Sorgen mehr machen, dass das Gas mitten in der Woche ausgeht. Lehrer sagen, das Projekt gebe den Schülern auch eine praktische Lektion in erneuerbarer Energie und Abfallwirtschaft.

Lokale Bauern und Schüler packen mit an

Freiwillige, darunter Schüler und Gemeindemitglieder, sammeln den Dung und beladen den Digester. Die Schule ist zu einem kleinen Zentrum der Aktivität geworden, mit Menschen, die vorbeischauen, um zu sehen, wie das System funktioniert. Für das Dorf ist das Projekt mehr als ein Kostenersparnis. Es zeigt, dass eine Ressource, die einst als Abfall galt, eine Küche antreiben, ein Feld düngen und eine Schule am Laufen halten kann.

Ein Modell, das sich verbreiten könnte

Der Erfolg in Tiyani hat in den Nachbardörfern Aufmerksamkeit erregt, wo Schulen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Der Digester ist kein High-Tech-Wunder, aber er ist zuverlässig und lokal handhabbar. Während Südafrika nach Wegen sucht, den Druck auf das Stromnetz zu verringern und die Abholzung durch Holzkohlesammlung zu reduzieren, bietet diese Schule ein einfaches, nachahmbares Beispiel. Das Mittagessen einer Schule ist nun ein stiller Beweis, dass Energie aus dem Boden unter den Füßen eines Bauern kommen kann.

Quelle: Mongabay

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