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🇨🇳 China Wilde Entdeckungen 2 min

Studie: Vaginale Bakterien unterscheiden sich bei US-amerikanischen und chinesischen Frauen

Die Bakterien in den Vaginas von Frauen in den USA und China unterscheiden sich so stark, dass ein einheitlicher Standard für vaginale Gesundheit für beide Bevölkerungsgruppen nicht funktionieren könnte. Eine neue Studie in der...

Die Bakterien in den Vaginas von Frauen in den USA und China unterscheiden sich so stark, dass ein einheitlicher Standard für vaginale Gesundheit für beide Bevölkerungsgruppen nicht funktionieren könnte. Eine neue Studie in der Zeitschrift Med zeigt, dass chinesische Frauen einen viel höheren Anteil eines Bakteriums namens Lactobacillus iners tragen, während amerikanische Frauen häufiger Lactobacillus crispatus beherbergen. Das Ergebnis stellt die gängige Annahme in Frage, dass eine gesunde Vagina überall gleich aussieht.

Warum ein einheitlicher Gesundheitsstandard nicht für alle Frauen passt

Forscher aus China und den USA analysierten Vaginalabstriche von 1.600 Frauen aus beiden Ländern. Sie fanden heraus, dass die mikrobielle Zusammensetzung chinesischer Frauen von Lactobacillus iners dominiert wurde, einer Art, die weniger Milchsäure produziert als ihr Verwandter Lactobacillus crispatus. Milchsäure hilft, die Vagina sauer und feindlich gegenüber schädlichen Bakterien zu halten. Bei amerikanischen Frauen war Lactobacillus crispatus weitaus häufiger, was insgesamt ein saureres Milieu schuf.

Die Studie untersuchte auch die vaginalen Mikrobiome von Frauen in Südafrika und Kenia. Diese Bevölkerungsgruppen zeigten ein weiteres Muster mit höheren Anteilen von Bakterien der Gattung Gardnerella, die oft mit bakterieller Vaginose in Verbindung gebracht wird. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Ethnizität, Ernährung, Hygienepraktiken und Sexualverhalten das vaginale Mikrobiom auf regional unterschiedliche Weise prägen.

Was das für Diagnose und Behandlung bedeutet

Ärzte in China und den USA verwenden derzeit dieselben Kriterien zur Diagnose von bakterieller Vaginose, einer häufigen Infektion, die mit Frühgeburten und HIV-Risiko verbunden ist. Aber diese Kriterien wurden hauptsächlich auf der Grundlage von Daten westlicher Frauen entwickelt. Die Studie legt nahe, dass ihre Anwendung auf chinesische Frauen zu Fehldiagnosen führen könnte, weil das, was in einer Bevölkerungsgruppe wie ein Ungleichgewicht aussieht, in einer anderen normal sein kann.

Zum Beispiel könnte der Nugent-Score, ein standardmäßiger Labortest für bakterielle Vaginose, bei einer chinesischen Frau eine Infektion anzeigen, obwohl ihr Mikrobiom einfach typisch für ihre Region ist. Die Forscher fordern regionsspezifische Richtlinien, die diese Unterschiede berücksichtigen. Sie weisen auch darauf hin, dass Probiotika und Behandlungen, die in einem Land entwickelt wurden, in einem anderen möglicherweise nicht wie beabsichtigt wirken.

Ein Aufruf zu vielfältigerer medizinischer Forschung

Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der University of California, San Diego, geleitet. Sie argumentieren, dass die medizinische Forschung lange Zeit auf westliche Bevölkerungsgruppen ausgerichtet war und dass diese Voreingenommenheit zu unwirksamen oder sogar schädlichen Behandlungen für Menschen in anderen Teilen der Welt führen kann. Das vaginale Mikrobiom ist nur ein Beispiel für ein breiteres Problem.

Lokale Ärzte in China haben bereits begonnen, zu hinterfragen, ob importierte Gesundheitsstandards auf ihre Patienten anwendbar sind. Die Studie liefert ihnen Daten, um diese Bedenken zu untermauern. Sie öffnet auch die Tür zur Entwicklung von Diagnostika und Behandlungen, die auf die Mikrobiome chinesischer Frauen zugeschnitten sind, anstatt sich auf ein Einheitsmodell aus dem Ausland zu verlassen.

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