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Wissenschaftler erschaffen lebende Zellen mit Labor DNA in britischem Durchbruch

Ein Forscherteam im Vereinigten Königreich hat lebende Zellen aus DNA gebaut, die vollständig im Labor hergestellt wurde. Die Zellen, denen die Wissenschaftler den Spitznamen Spudcells gegeben haben, werden als schöne Kleckse...

Ein Forscherteam im Vereinigten Königreich hat lebende Zellen aus DNA gebaut, die vollständig im Labor hergestellt wurde. Die Zellen, denen die Wissenschaftler den Spitznamen Spudcells gegeben haben, werden als schöne Kleckse beschrieben, die von selbst überleben, sich bewegen und teilen können.

Eine neue Art von Zelle, von Grund auf neu gebaut

Die Arbeit wurde von Wissenschaftlern der University of Bristol geleitet. Sie entwarfen und konstruierten synthetische DNA Sequenzen, die von keinem natürlichen Organismus stammten. Diese DNA wurde dann in winzige Tröpfchen einer geleeartigen Substanz gegeben, um die Zellen zu erschaffen. Die Forscher nennen sie Spudcells, weil der Name ihr kartoffelartiges Aussehen und die Tatsache widerspiegelt, dass sie von Grund auf neu gebaut sind.

Warum diese Kleckse für die Menschen in Bristol und darüber hinaus wichtig sind

Die Spudcells sind nicht nur eine Laborkuriosität. Sie stellen einen großen Schritt in Richtung der Erschaffung vollständig synthetischen Lebens dar. Die Zellen können Nährstoffe aufnehmen, sich über Oberflächen bewegen und sich vermehren. Für die lokale Wissenschaftsgemeinde in Bristol ist das ein Grund zum Stolz. Die Universität ist seit langem ein Zentrum für synthetische Biologieforschung. Doch die Auswirkungen reichen weit über eine Stadt hinaus. Wenn Wissenschaftler Zellen mit maßgeschneiderten Funktionen entwerfen können, könnte die Technologie irgendwann genutzt werden, um neue Medikamente herzustellen, Umweltverschmutzung abzubauen oder Materialien zu erschaffen, die in der Natur nicht vorkommen.

Wie die Zellen aussehen und wie sie sich verhalten

Unter dem Mikroskop erscheinen die Spudcells als runde, weiche Kleckse. Sie sind nicht so komplex wie natürliche Zellen. Ihnen fehlen viele der inneren Strukturen, die normale Zellen haben. Aber sie haben eine Membran und können grundlegende Lebensprozesse durchführen. Die Forscher beobachteten, wie sie sich im Laufe der Zeit bewegten und teilten. Ein an dem Projekt beteiligter Wissenschaftler nannte sie schöne Kleckse und bemerkte, dass sie eine einfache Eleganz hätten. Das Team betonte, dass es sich nicht nur um passive Chemikalienbeutel handelt. Es sind aktive, lebende Wesen, die auf ihre Umgebung reagieren.

Die Bedeutung von Labor DNA

Was diese Arbeit von früheren Versuchen unterscheidet, ist die Quelle des genetischen Materials. In der Vergangenheit haben Wissenschaftler synthetische DNA in natürliche Zellen eingefügt. In diesem Fall wurde der gesamte genetische Bauplan aus chemischen Bausteinen in einem Labor gebaut. Das bedeutet, dass die Zellen nichts einer existierenden Lebensform verdanken. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes von Menschen entworfen und konstruiert. Die Forscher sagen, dass ihnen dies eine beispiellose Kontrolle darüber gibt, was die Zellen tun und wie sie sich verhalten.

Dieser Durchbruch bedeutet nicht, dass synthetische Menschen oder Monster vor der Tür stehen. Die Spudcells sind extrem einfach im Vergleich zu selbst den einfachsten Bakterien. Aber sie zeigen, dass die Grenze zwischen natürlichem und künstlichem Leben immer schwerer zu ziehen ist. Im Moment konzentrieren sich die Wissenschaftler in Bristol darauf, ihre Schöpfung zu verstehen und zu erforschen, was uns diese schönen Kleckse über das Wesen des Lebens selbst lehren können.

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