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🇩🇰 Dänemark Durchbrüche 2 min

Europas erster Mondrover MAGPIE soll am Südpol des Mondes nach Wasser suchen

Europa fliegt mit einem eigenen Rover zum Mond, und der wird nach Wasser suchen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat einen Vertrag mit ispace-Europe unterzeichnet, um MAGPIE zu bauen, den ersten europäischen Mondrover...

Europa fliegt mit einem eigenen Rover zum Mond, und der wird nach Wasser suchen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat einen Vertrag mit ispace-Europe unterzeichnet, um MAGPIE zu bauen, den ersten europäischen Mondrover, der 2029 in der Nähe des Mondsüdpols landen soll.

Ein Rover mit Bohrer und Radar, um verstecktes Eis zu finden

MAGPIE, kurz für Mission for Advanced Geophysics and Polar Ice Exploration, ist dafür ausgelegt, etwa zehn Erdentage lang zu arbeiten. Er wird einen Bohrer, einen Flüchtigstoff-Analysator, ein Bodenradar und einen Neutronendetektor mitführen. Diese Werkzeuge helfen ihm, Wasser und andere flüchtige Stoffe im Mondboden zu messen und die Geologie des Untergrunds zu untersuchen.

Das Ziel des Rovers, der Mondsüdpol, gilt als erstklassiger Ort für zukünftige Erkundungen, weil er in permanent beschatteten Kratern Eis enthalten könnte. Das Finden und Verstehen dieser Ressourcen ist entscheidend für die Planung langfristiger bemannter Missionen.

Ein neuer Weg der Weltraumforschung

Die Unterzeichnungszeremonie fand gestern Abend bei der Veranstaltung Space for Inspiration in Kopenhagen, Dänemark, statt. ESA und ispace-Europe feierten den Beginn der MAGPIE-Umsetzung. ispace-Europe wird als Hauptauftragnehmer fungieren und für den Bau, die Entwicklung und den Flug des Rovers verantwortlich sein. Der Rover wird auf dem Mondlander Mission 4 von ispace zum Mond reisen, im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen ESA und JAXA, der japanischen Raumfahrtagentur.

Daniel Neuenschwander, Direktor für bemannte und robotische Erkundung bei der ESA, sagte, der Mondsüdpol sei ein Schlüsselziel und die Prospektion nach Wasser und anderen flüchtigen Stoffen werde entscheidendes Wissen für nachhaltige Erkundung liefern. Er merkte auch an, dass MAGPIE die erste kleine Mondmission der ESA ist, die einem schnelleren und kosteneffektiveren Entwicklungsmodell folgt.

Julien-Alexandre Lamamy, CEO von ispace-Europe, sagte, die Mission kombiniere kommerzielle Lieferung mit erstklassiger Wissenschaft und werde helfen, Europas operative Fähigkeit auf der Mondoberfläche aufzubauen.

Warum diese Mission für zukünftige Mondpläne wichtig ist

MAGPIE ist Teil der Moon-Explore-Initiative der ESA, die darauf abzielt, Schlüsselfähigkeiten auf agilere Weise zu entwickeln. Durch kleinere Missionen und kommerzielle Partner hofft die ESA, häufiger zu starten und Innovationen zu beschleunigen. Die Erkenntnisse des Rovers könnten darüber informieren, wo und wie zukünftige Astronauten Wasser, Sauerstoff oder andere Ressourcen gewinnen könnten.

Die Mission stärkt auch die internationale Zusammenarbeit, da Europa und Japan bei der Monderkundung zusammenarbeiten. Die ESA sagt, weitere Details zu ihren kleinen Missionen und anderen Mondbemühungen werden im Oktober bekannt gegeben.

Vorerst stellt MAGPIE einen konkreten Schritt in Richtung einer europäischen Präsenz auf dem Mond dar, einen, der die Art und Weise, wie Raumfahrtagenturen die Erkundung in den kommenden Jahrzehnten angehen, neu gestalten könnte.

Quelle: ESA

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