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🇫🇷 Frankreich Kosmische Wache 2 min

Europas neuer Wettersatellit startet mit Ariane 6

Ein Satellit, der Blitze aus 36.000 Kilometern Höhe über der Erde erkennen kann, steht kurz davor, mit einer europäischen Rakete in den Orbit zu starten und damit die erste vollständige Familie der nächsten Generation von...

Ein Satellit, der Blitze aus 36.000 Kilometern Höhe über der Erde erkennen kann, steht kurz davor, mit einer europäischen Rakete in den Orbit zu starten und damit die erste vollständige Familie der nächsten Generation von Wetterbeobachtern zu vervollständigen. Der Satellit Meteosat Third Generation Imager, bekannt als MTG-I2, soll am Donnerstag, 27. August, vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana abheben. Dies ist der neunte Flug der Ariane-6-Rakete und ihre erste Mission in einen geostationären Transferorbit, das am weitesten entfernte Ziel, das sie bisher angestrebt hat.

Ein neues Auge für Stürme und Blitze

MTG-I2 ist der dritte Satellit der Meteosat-Third-Generation-Konstellation, und seine Ankunft wird die erste Flotte dieser fortschrittlichen Wetterobservatorien vervollständigen. Zusammen sind diese Satelliten darauf ausgelegt, Bilder für die Wettervorhersage über Europa und Nordafrika mit beispielloser Detailgenauigkeit zu liefern. Die Mission führt neue Datenprodukte und Fähigkeiten für europäische Wetterdienste ein, mit besonderem Fokus auf Nowcasting, also die Ausgabe von sehr kurzfristigen Warnungen vor schweren Wetterereignissen.

Der Satellit trägt zwei Schlüsselinstrumente. Der Lightning Imager überwacht kontinuierlich Blitze, eine völlig neue Fähigkeit für europäische meteorologische Satelliten. Der Flexible Combined Imager verfolgt derweil schnell entwickelnde Wettersysteme und kann die gesamte sichtbare Scheibe der Erde in nur 10 Minuten scannen. Für einen genaueren Blick kann er sich alle 2,5 Minuten auf Europa und Nordafrika zoomen, was den Meteorologen die schnellen Updates liefert, die für rechtzeitige Warnungen nötig sind.

Startdetails und was als Nächstes passiert

Das Startfenster öffnet sich um 22:10 Uhr MESZ, was 17:10 Uhr Ortszeit in Französisch-Guayana entspricht, und dauert zweieinhalb Stunden. Die Live-Übertragung auf ESA WebTV und YouTube beginnt um 21:42 Uhr MESZ. Die Ariane-6-Rakete wird zwei Feststoffbooster vom Typ P120C verwenden, um MTG-I2 in den Orbit zu bringen. Etwa 36 Minuten nach dem Abheben soll sich der Satellit von der Oberstufe der Rakete trennen, und die Bodenkontrolle wird sein Signal erfassen.

Arianespace ist der Startdienstleister für diesen Flug, der als VA270 bezeichnet wird. Die ESA verwaltet das Entwicklungsprogramm der Ariane 6, das darauf ausgelegt ist, den europäischen Bürgern einen autonomen Zugang zum Weltraum zu sichern. Für die lokale Bevölkerung in Französisch-Guayana ist der Start ein vertrauter Anblick, da der Weltraumbahnhof seit Jahrzehnten ein Zentrum für europäische Weltraumaktivitäten ist. Für Meteorologen in ganz Europa bedeutet die erfolgreiche Bereitstellung von MTG-I2 ein vollständigeres Netzwerk von Augen am Himmel, bereit, den nächsten großen Sturm zu verfolgen, bevor er sich bildet.

Dieser Start fügt nicht nur einen weiteren Satelliten im Orbit hinzu. Er schließt ein Kapitel im Aufbau eines Systems ab, das prägen wird, wie Europa sein Wetter in den kommenden Jahren beobachtet. Die Daten von MTG-I2 und seinen Geschwistern werden in tägliche Vorhersagen und Unwetterwarnungen einfließen und Gemeinden helfen, sich auf das vorzubereiten, was der Himmel bringt.

Quelle: ESA

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