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Melanom-Ausbreitung erreicht Höhepunkt im mittleren Alter und sinkt im Alter

Melanome werden mit zunehmendem Alter nicht stetig gefährlicher. Neue Forschung aus den USA zeigt, dass die Krebsausbreitung im mittleren Alter ihren Höhepunkt erreicht und dann im hohen Alter wieder abfällt – ein Muster, das...

Melanome werden mit zunehmendem Alter nicht stetig gefährlicher. Neue Forschung aus den USA zeigt, dass die Krebsausbreitung im mittleren Alter ihren Höhepunkt erreicht und dann im hohen Alter wieder abfällt – ein Muster, das lang gehegte Annahmen widerlegt. Wissenschaftler des Fox Chase Cancer Center in Philadelphia stellten die Ergebnisse auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research vor. Die Studie nutzte Mäuse verschiedenen Alters, um zu verfolgen, wie sich Melanome im Laufe der Zeit verhalten. Die Krebsausbreitung stieg bei Mäusen mittleren Alters stark an und fiel dann im hohen Alter wieder ab. Die Forscher maßen die Melanomausbreitung in drei Gruppen von Mäusen: jungen, mittleren Alters und sehr alten. Die Ergebnisse überraschten sie. Junge Mäuse hatten die niedrigsten Werte der Krebsausbreitung. Mäuse mittleren Alters zeigten die höchsten Werte. Bei sehr alten Mäusen sank die Ausbreitung wieder, fast auf das Niveau der jungen Gruppe. Dieses Muster deutet darauf hin, dass die Beziehung zwischen Alter und Krebs keine gerade Linie ist. Das Immunsystem scheint sich auf eine Weise zu verändern, die beeinflusst, wie aggressiv Krebs durch den Körper wandern kann. Eine spezielle Immunzelle könnte das Muster erklären. Das Team konzentrierte sich auf eine Art von Immunzelle namens Gamma-Delta-T-Zellen. Diese Zellen fungieren als frühes Abwehrsystem, helfen, Krebs in Schach zu halten und verhindern seine Ausbreitung auf Organe wie Lunge und Leber. Junge und sehr alte Mäuse hatten hohe Werte dieser schützenden Zellen. Ihre Tumore blieben eher inaktiv oder breiteten sich langsam aus. Mäuse mittleren Alters hatten weniger Gamma-Delta-T-Zellen, und das Melanom breitete sich viel aggressiver aus. Die Forscher fanden auch heraus, dass Melanomzellen selbst das Immunsystem schwächen können, wenn Tiere altern. Bei Mäusen mittleren Alters setzte der Krebs Moleküle frei, die Gamma-Delta-T-Zellen unterdrückten oder erschöpften. Sobald diese Abwehrkräfte geschwächt waren, wurden zuvor ruhende Krebszellen aktiv und breiteten sich aus. Zusätzliche Experimente bestätigten die Bedeutung dieser Zellen. Als die Forscher Gamma-Delta-T-Zellen aus jungen und sehr alten Mäusen entfernten, nahm die Melanomausbreitung deutlich zu. Als sie die Signale blockierten, die die Immunaktivität bei Mäusen mittleren Alters unterdrücken, wurde der Schutz wiederhergestellt und die Ausbreitung nahm ab. Warum die meisten Krebsstudien dies übersehen. Weniger als 10 % der Maus-Krebsexperimente verwenden gealterte Tiere. Die meisten verlassen sich auf Mäuse, die Menschen Anfang zwanzig entsprechen. Diese Lücke könnte erklären, warum viele Krebstherapien, die im Labor gut funktionieren, in menschlichen Studien versagen. Der leitende Forscher Mitchell Fane, ein auf Altern spezialisierter Krebsbiologe, merkte an, dass es einfach sei, die Behandlung für junge, fitte Patienten zu personalisieren, die möglicherweise weniger Toxizitäten erfahren. Zu verstehen, wie Therapien ältere Patienten beeinflussen, würde Ärzten mehr und bessere Behandlungsoptionen geben. Die Studie konzentrierte sich auf Melanome, aber die Ergebnisse werfen Fragen auf, ob andere Krebsarten ähnlichen altersbedingten Mustern folgen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Fähigkeit des Immunsystems, Krebs zu kontrollieren, nicht einfach mit dem Alter nachlässt. Sie könnte steigen, fallen und wieder steigen.

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